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Im deutschen Reich · 1907-10-01 · Heft 10 (Oktober 1907) · p. 588

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
13 (1907)
Issue
Heft 10 (Oktober 1907)
Article
Berlin
Date
1907-10-01
Page
588 (sequence 6)
Language
German
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588 Im deutschen Reich aufzufordern. Der überwachende Polizei-Hauptmann erklärte darauf die Versammlung für aufgelöst. Ob die erwähnte direkte „Aufforderung zu Gewalttätigkeiten" die Königs. Staatsanwaltschaft zum Eingreifen veranlassen wird, bleibt abzuwarten. Die Straflosigkeit derartiger Verstöße gegen den § 130 des Strafgesetzbuches würde die Arbeit der Verteidiger in künftigen politischen Prozessen, in denen es sich nicht gerade um die Bedrohung von Juden, sondern von Angehörigen anderer Bevölkerungsklassen, mit Gewalttätigkeiten handelt, wesentlich erleichtern. Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums ersucht uns, Folgendes zu veröffentlichen: „Zur Herausgabe des von jüdischen und christlichen Gelehrten gleich sehr anempfohlenen neu-hebräischen Wörterbuches von Herrn Ben Jehuda in Jerusalem haben mehrere Vereine, wie die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, der Hilfsverein der Deutschen Juden und das zionistische Aktions-Comite regelmäßig Beiträge bewilligt. Aus den Vertretern dieser Gesellschaften, Dr. Paul Nathan, Prof. Dr. O. Marburg, Prof. Dr. M. Philippson und Privatdozent Dr. Mittwoch, hat sich ein Hilfscomite für die Herausgabe des verdienstlichen Werkes gebildet mit der Befugnis der Kooptation. Das Comitä fordert Glaubensgenossen und jüdische Vereine, die sich für das hochwichtige wissenschaftliche Unternehmen interessieren, das eine so schmerzliche Lücke in unserem Schrifttume auezufüllen bestimmt ist, hiermit herzlich und dringend auf, Beiträge an den Obmann des gedachten Comites, Prof. Dr. M. Philippson, Berlin W. 15, Kurfürstendamm 211, gefälligst einzusenden. Frankfurt a. M., 3. September. Wie die „Frankfurter Zeitung" mitteilt, hat Dr. E. Th. Förster in dem Organ des deutsch nationalen Kolo nialvere ins der Urteilsfähigkeit des „Vereins deutscher Studenten" folgendes schmerzliche Zeugnis ausgestellt: „Line ira et studio möchten wir den Herren vom Geiste des von uns sonst hochgeschätzten Vereins deutscher Studenten randweg erklären: Der gute Wille allein tuts nicht, und Euer Eifern gegen Mission und Negerwelt zeigt nur Eure Unreife in wirtschaftlichen Dingen. Ihr hättet wirklich Ursache, auf die Männer der Kilimandscharo- Mission zu hören, deren praktischem, jeder Pietisterei fremdem Sinne die Anschauungen der Herren v. Liebert und Peters

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