Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 13 (1907)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1907)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1907-07-01
- Page
- 421 (sequence 3)
- Language
- German
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: ' Umschau. 421 des Reichskanzlers gefestigt, aber die Aussichten auf ein freisinniges Regiment anscheinend nicht wesentlich verbessert hat. Bon zahlreichen konservativen Blättern und Organen des Zentrums war vorher deutlich der Meinung Ausdruck gegeben worden, Fürst Bülow sei durch die Erörterungen in offiziösen Blättern über das Vorhandensein einer Kamarilla auf einen sehr gefährlichen Boden geraten, da solche Verlautbarungen unnötige Beunruhigung.erregen mußten. Wie und warum die mit dieser Bezeichnung genannten hochgestellten Personen in Ungnade gefallen sind, war lange Gegenstand heftiger Erörterungen. Die .Tägliche Rundschau" sagte unverl>ohleu, es könne auch den' ehrlichen Leuten, die die Möglichkeit einer Kamarilla an unserem Hofe jederzeit zugeben, nichts dman liegen, die unbeglaubigten Legenden darüber breitzmreten. Von den .Hamburger Nachrichten" wird angenommen, daß der Reichskanzler die gewagte Partie schließlich gewinnen werde, da auf die von dem Fürsten Philipp Euleaburg verlangte Rechtfertigung der gegen ihn gerichteten Anschuldigungen vergeblich gewartet worden sei. Nebrigens seien dir Erhellungen in dieser Sache im Gange gewesen, bevor der Artikel in der .Zukunft" die allgemeine Aufmerksamkeit auf sie lenkte. Fast scheint es, als hätten nicht angebliche perverse oder spiritistische Borkommniffe, sondern politische Indiskretionen den Stvrz der mächtigen Günstlinge herbeigeführt. Zu der Tafelrunde in Liebenberg gehörte auch oer französische Botschaftsrat L>comte, der einer der Vertrautesten des Fürsten Philipp Ealenbucg sein soll. Harden hat wiederholt in seiner.Zukunft" behauptet, daß dieser Lecomte durch Eulenburg über die Interna der internationalen deutschen Politik in ungehöriger Weise unterrichtet worden sei, und das, was er aus diesem privaten Wege erfahren, schleunigst nach Paris gemeldet habe. Ter Anteil des Hardenschen Blattes an der Entwicklung der dunklen Angelegenheit gibt der ultramontanen .Märkischen Volkszeitung" erwünschte Gelegenheit, einen Tropfen antisemitischen Giftes zu verspritzen, indem sie dem .Zukunft"-Cchnft'teller Maximilian Harden seine Herkunst als geb. Wittkowski aus d em Stamm Israel vorhält. Im weiteren Verläufe ihrer Ausführungen entschlüpft der .Märkischen Volkszeitung" auch eint