Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 13 (1907)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1907)
- Article
- Politische Arbeit
- Date
- 1907-07-01
- Page
- 400 (sequence 7)
- Language
- German
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400 Im deutschen Reich. Alles wird sich nicht erfüllen lassen und würde auch dann schwer zu erreichen sein, wenn selbst alle deutschen Juden der Ehrenpflicht genügen sollten, sich dem Central - Vereine anzuschließen und ihm eine umfassende politische Tätigkeit opferfreudig zu ermöglichen. Die deutschen Juden stellen doch nur den hundertsten Teil der deutschen Gesamtbevölkerung dar, deren Mehrheit sich erst nach und nach an den freien Wettbewerb der kleinen, aber intelligenten und tatkräftigen Minderheit auf allen Gebieten und besonders auf dem der Politik gewöhnen wird. Die politische Arena fordert viel an Persönlichkeiten und Mitteln; sie immer planvoll und sachgemäß zu verwerten, wird schmierig sein. Die Notwendigkeit der Erwägung, wie weit in den Wahlkreisen zu arbeiten ist, bezw. gearbeitet werden kann, in denen die Antisemiten seit Jahrzehnten gesicherte Mandate besitzen, wie weit dies in den Kreisen geschehen kann, in denen sich eine Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse erhoffen läßt, o'rer in liberal vertretenen Kreisen, die von antisemitischen Agitatoren ernstlich bedroht zu werden scheinen, beweist allein schon, wie schwer die Aufgaben sind, die dem Central-Vorstand aus der politischen Arbeit erwachsen. Indessen, wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Wenn der vorerwähnte Artikel des .Israelitischen Familienblattes" mit den treffenden Worten schließt: .Die deutsche Judenheit erwartet mit Sicherheit, daß die verdienten Führer diese Aufgabe in Angriff nehmen und zu gedeihlichen Resultaten führen werden," so darf man zweifellos hinzufügen: .Die Führer des Central-Vereins erwarten mit Sicherheit von der Gesamtheit der deutschen Juden, daß jeder einzelne mit dazu beitragen wird, daß die politische Arbeit gedeihliche Ergebnisse liefern kann." A. L. Innere Wisston. ozu all' das Federlesen; laßt mich jin den Tempe.' ein, - . denn ich bin ein Mensch gewesen und das heißt ein Kämpfer sein!" So dachte der Altmeister Goethe von dem iKWer: imh -4,»l -7N-8 h»r ttn besten Sinne des Wortes