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Im deutschen Reich · 1907-04-01 · Heft 4 (April 1907) · p. 216

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
13 (1907)
Issue
Heft 4 (April 1907)
Article
Die erste Delegierten-Versammlung
Date
1907-04-01
Page
216 (sequence 16)
Language
German
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216 Im deutschen Reich. liberalen Reichstagsabgeordneten Zu der jüdischen Bevölkerung in Deutschland gesammelt werden und zwar sollen die einzelnen Ortsgruppen in dieser Richtung Material schassen. In gleicher Weise würde auch inbezug aus das Zentrum vorgegangen werden müssen." Der Antragsteller war nicht mehr anwesend. Der Vorsitzende teilt mit, daß im Archiv sowohl Akten über alle Parteien, wie Spezialakten über Abgeordnete aller Parteien geführt werden. Der Empfehlung des Delegierten Mayer-Worms gemäß, wird diese Angelegenheit damit als erledigt betrachtet. Rabbiner Di-. Walter-Vromberg hatte folgendes mitgeteilt: „Zum Punkt 4 der Tagesordnung würde mich, falls nicht aktuellere Anträge und Anregungen vorliegen, im Anschluß an die Affäre mit der „Deutschen Hochwacht" und den „Mittelstand" (Beleidigung der Rabbiner in Breslau und Bromberg, die mit einem „Ritualmord" in Verbindung gebracht wurden) eine Diskussion der Versammlung über die Frage interessieren, was denn nun gegebenenfalls am ratsamsten ist: Inanspruchnahme der Gerichte oder die Sache auf sich beruhen lassen." Auf Antrag des Dr. Apfel-Cöln wurde von der Erörterung dieser Frage abgesehen und ihre Erledigung dem Vorstände überlassen. Der Delegierte Maier Czapski-Posen erklärt, den von ihm eingebrachten Antrag, den Mindestjahresbeitrag für alle Vereinsmitglieder auf 3 Mark festzusetzen, zurückzuziehen. Rabbiner Dr. David-Bochum verweist darauf, daß bei den meisten Antisemiten der Rassenhaß und der Religionshaß nur den Deckmantel für den gehässigen wirtschaftlichen Konkurrenzkampf bilden. Der Central-Verein solle aber aus diesem Grunde sich bemühen, Einstuß auf die jüdische „haute fmance“ zu gewinnen. Dr. Goldschmidt-Breslau empfiehlt dagegen, möglichst den Einfluß auf den Parlamentarismus zu erstreben, streift auch im Verlaufe seiner Rede das Verhalten einzelner jüdischer Alten Herren der Breslauer Verbindung der Raczecks. Dr. Glogauer-Kattowitz bittet, die Angelegenheit der antisemitischen Bäder mit großer Vorsicht zu behandeln. Der Vorsitzende sagt möglichste Berücksichtigung aller zum Ausdruck gebrachten Wünsche zu und gibt dann der Hoffnung Ausdruck, daß diejenigen Delegierten, die noch am Tage

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