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Im deutschen Reich · 1907-04-01 · Heft 4 (April 1907) · p. 202

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
13 (1907)
Issue
Heft 4 (April 1907)
Article
Die erste Delegierten-Versammlung
Date
1907-04-01
Page
202 (sequence 2)
Language
German
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202 Im deutschen Reich. dahingeschiedenen Vorsteher der Danziger Synagogen-Gemeinde Herrn Philipp Simson, dre letzte Ehre zu erweisen. Diesem, dahingeschiedenen treuen Vertrauensmann unseres Vereins widmete der Vorsitzende einen rühmenden Nachruf. Hierauf berichtete Rechtsanwalt Dr. Brodnitz-Berlin über „Organis atio ns fragen". Die erste Anregung, zu einer Neuordnung sei von der rührigen Ortsgruppe Hamburg ausgegangen. Die Vorschläge verdichteten sich zu einem Statutenentwurf, der darin gipfelte, die bisherige ordentliche Mitgliederversammlung durch eine alljährlich oder alle 2 Jahre abzuhaltende Delegierten-Versammlung zu ersetzen. Der Vorstand habe zunächst Bedenken getragen, neue Statuten auszuarbeiten, bevor die Rechtslage geklärt und eine Sicherheit geboten sei, ob eine solche neue Organisation eine praktische Bedeutung erlangen könne. Aber die Notwendigkeit, mehr als bisher Fühlung mit den auswärtigen Mitgliedern zu gewinnen, sei sofort vom Vorstand anerkannt worden. Um für die Delegierten-Versammlung eine feste Grundlage zu gewinnen, glaubte der Vorstand erst die Errichtung einer genügenden Anzahl von Ortsgruppen herbeiführen zu müssen, und er habe in der letzten Generalversammlung einen Beschluß veranlaßt, der darauf hinzielte, erst nach Jahresfrist eine erste Delegierten-Versammlung zu veranstalten, da sich annehmen ließ, daß nach Verlauf eines Jahres eine größere Anzahl von organisierten Ortsgruppen vorhanden sein werde. Diese Erwartung habe sich auch erfüllt, da der Vorstand in der Lage war, bei der Einladung zur Delegiertenversammlung sich an mehr als 30 organisierte Ortsgruppen zu wenden und außerdem Vertreter derjenigen auswärtigen Mitgliedergruppen einzuladen, deren Organisierung bereits in nahe Aussicht gestellt wurde. Von den Landes- und Provinzialverbänden, die dazu dienen sollen, die Zentrale zu entlasten und eine agitatorische Tätigkeit zu entfalten, die der letzteren bei der räumlichen Entfernung mitunter schwer fällt, seien bis jetzt nur die Landesverbände in Württemberg und Anhalt, sowie der Provinzialverband für Rheinland-Westfalen ins Leben getreten. Die Notwendigkeit, die Zentrale zu entlasten, ergebe sich aus dem Uebermaß der bisher geleisteten Arbeit, die in der bisherigen Weise auf die Dauer nicht zu bewältigen sei. Die Schaffung der Neuorganisation sei die Aufgabe der Delegierten-Versammlung, die Organisation

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