Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1907-01-01 · Heft 1 (Januar 1907) · p. 63

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
13 (1907)
Issue
Heft 1 (Januar 1907)
Article
Berlin
Date
1907-01-01
Page
63 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2316602-2316753-2316755-2337673--15952-2337778
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Korrespondenzen. M enthalten. Zu letzterem haben das preußische Schulgesetz, der Toleranzantrag, das Reichserbschaftsteuergesetz, die Handelsverträge, die SchächLagitaLion und die Gemeindeorgamsation gehört. Aus dem Anhang ist ersichtlich, daß der Verband durch Eingaben und Denkschriften nach den verschiedensten Richtungen hin eine überaus nützliche Tätigkeit entfaltet hat. — Nach einem im geschäftsführenden Ausschüsse des „Hilssvereins der deutschen Juden" von Herrn James Simon am 25. November erstatteten Berichte hat der Verein in dem ^Pogromjahr", das mit den furchtbaren Judenmetzeleien der Oktobertage 1905 begann, ganz erhebliche Summen für das russische Hilsswerk ausgegeben. Nach London und Petersburg wurden an die gemeinsame Kasse der großen jüdischen Organisationen zur Verteilung in Rußland abgesührt . 1 350 000 Mk. nach Odessa direkt. 111 000 „ nach verschiedenen anderen russischen Städten . 106 700 „ An verschiedene Institute und Gemeinden wurden gezahlt. 21500 „ Die Fürsorge für Emigranten erforderte. . . 486 000 „ Zur Versorgung von Witwen, Waisen, Krüppeln und Kranken und ferner zur Unterstützung geschädigter Christen wurden aufgewendet . 54 800 „ Insgesamt also wurden für das russische Hilsswerk verausgabt. 2 130 000 Mk. Trotz dieser großen Leistungen sind auch für die nächste Zukunft außerordentliche Ansprüche zu erfüllen, die die Not in Rußland an den Hilfsverein stellt. Der Hilssverein ist daher weiter aus die Opfenvilligkeit und Sympathien der weitesten Kreise in Deutschland angewiesen. Um die notwendige Propaganda zielbewußt wie bisher weiter durchzuführen, wurde das Mitglied des geschäfrsführenden Ausschusses, Herr Siegmund Bergel, zum Vorsitzenden der Propaganda-Kommission im Ehrenamt gewählt. — Das vom Verbände für Statistik der Juden begründete Bureau in Berlin-Halensee wird demnächst mit Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung der Wtssenschaft des Judentums eine umfassende Arbeit über die jüdischen Gemeinden in Deutschland herausgeben. Es werden darin auf Grund des Materials, welches das Bureau von den Gemeindevorständen erhalten hat, zum ersten Male zahlenmäßige Angaben für ganz

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.