Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 12 (1906)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1906)
- Article
- Unsere Stellung zu den politischen Wahlen
- Date
- 1906-10-01
- Page
- 563 (sequence 5)
- Language
- German
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^texuing zu oen poutycyen Wahlen. 563 in erster Linie ausreichender Geldmittel bedarf. Unsere Gegner haben längst damit begonnen, für die bevorstehenden Reichstagswahlen den Knegsschatz zu füllen. So ist — um nur ein Beispiel zu geben — erst jüngst vom Deutsch-nationalen Handlungsgehilfen-Verband eine „Wartburg-Vereinigung" gegründet worden behufs Sammlung eines .Reichstagswahlfonds. Ueber diesen antisemitischen Kampffonds für die Wahlen iw Jahre 1908 wird der „Voss. Zeitung" aus Eisenach geschrieben: „Seitdem die Antisemiten die Wartburgstadt im Reichstag vertreten, treiben sie mit dem Namen „Wartburg" einen Kult, der unangenehm berührt. Jetzt ist vom deutsch-nationalen Handlungsgehilfenoerband, dessen Vorsitzender der Reichstagsabgeordnete für den Wahlkreis Eisenach-Dermbach Wilhelm Schack ist, eine Wartburg - Vereinigung gegründet worden. Aus einen Rundschreiben, das von Hamburg aus an die Vertrauenspersonen des deutsch - nationalen Handlungsgehilfenverbandes gesandt wurde, geht, wie die „Eisenacher Tagespost" mitteilt, hervor, daß der Verband einen direkten Einfluß auf das Parlament zu gewinnen hofft, was aber nur geschehen könne, wenn Wilhelm Schack wiedergewählt werde. Es heißt dann in dem Schreiben weiter: „Unsere Gegner von der roten und goldenen Internationale rüsten jetzt schon, UM Schack zu Falle zu bringen. Sie hassen ihn wütend. So wird der nächste Wahlkampf in Eisenach ein Kampf auf Leben und Tod werden. Zur gegebenen Zeit wird man mit Strömen von Judengeld gegen uns arbeiten. Wir möchten, daß in aller Stille soviel Geld Zusammengebracht wird, daß sowohl l908 als auch bei späteren Wahlen schon zu Beginn des Kampfes genügende Mittel vorhanden sind, um den Wahlkampf glatt und energisch zu fuhren." Die Rüstungen unserer Gegner sollen uns eine dringende Mahnung sein, auch unsererseits rechtzeitig alle Kräfte anzuspannen. In heutiger Zeit muß sich ein Jeder der hohen Ziele fort und fort bewußt sein, die wir verfolgen! Uns allen drohen gleiche Gefahren. Geschlossen und einig wollen wir sie bekämpfen! Wir wollen die Schmach des Antisemitismus tilgen, die unsere Ehre, unsere Existenz vernichten will und das Vaterland schändet«