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Im deutschen Reich · 1906-09-01 · Heft 9 (September 1906) · p. 554

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
12 (1906)
Issue
Heft 9 (September 1906)
Article
Adolf Bartels Heinebuch
Date
1906-09-01
Page
554 (sequence 4)
Language
German
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554 Im deutschen Reich. testieren, die in Heine nicht den ganz Großen sehen, wie ihn die Aufrufe für sein Denkmal hinstellen. Vor allem aber müssen die „nationalgesinnten" Kreise dagegen entschieden Widerspruch einlegen, daß mit der nationalen Gesinnung ein so schmählicher literarischer Mißbrauch getrieben wird, wie es in diesem Buche von Adolf Bartels geschieht. Nichts ist häßlicher, als ein derartiger Antisemitismus in der Literaturgeschichte; nichts ist auch unwahrer. Schon der feine Herwan Hüffer, auf dessen soeben gesammelt erschienene Aufsätze über Heinrich Heine ich hinwies, hat betont, daß der Versuch, diesen Dichter aus der Reihe der Schriftsteller auszustreichen, ein bewußtes Vergeuden eines Teiles unseres nationalen literarischen Besitzes bedeuten würde, ganz abgesehen von der inneren Unmöglichkeit, eine literarische Unmöglichkeit, die solche Wirkung auf das Volk von jeher ausgeübt, einfach vergessen zu wollen. Adolf Bartels unternimmt jenen Versuch; er sieht als „nationalgesinnter" Literaturhistoriker nicht ein, daß er damit einen Raub an seiner Nation begeht, und dadurch, daß er dem Dichter statt des Denkmals ein Schandmal errichtet, verrät er, daß er von der wahren nationalen Gesinnung, die auf Erhaltung unserer Besitztümer bedacht ist, sehr wenig in sich trägt." — Damit ist Adolf Bartels abgetan. Seine spaltenlange Entgegnung in der „Deutschen Zeitung" wird bei allen, die besonders seine darin aufgeworfene Frage: „Ja, wer ist denn dieser Dr. Oskar Bulle?" mehr als geschmacklos finden, nur den Eindruck erwecken, daß Herr Bartels in seinem eigenen Interesse besser täte, sich überhaupt nicht mehr mit Literaturgeschichte zu befassen. Den Vereinswitgliedern geht diese Zeitschrift nneutgeitlich ja. Monnememspreis für Mvwerelnsmttgtteüen pro Zavr $ Mir Preis Ser voppeünummerr so Pfennig. Redaktions-Bureau des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens: Berlin SW. 68, Lindenstr. 13, II. Fernsprecher Amt IV, Nr. 7079. Verantwortlich für Redaktion und Verlag: Alphonse Levy, Berlin-

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