Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 12 (1906)
- Issue
- Heft 9 (September 1906)
- Article
- Antisemitenmoral und Vaterlandsliebe!
- Date
- 1906-09-01
- Page
- 503 (sequence 9)
- Language
- German
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AnLisemiLemnoral und Vaterlandsliebe. 503 selige Romane, Bilder usw., geheimnisvolle Andeutungen durchschwirrten die Presse. Dann hieß es: Dreysus ist unschuldig, der Tater ist ein anderer: Major Esterhazy wurde angeklagt und freigesprochen. Der Senator Scheurer-Kestner, der alle Beweise für seine Unschuld haben wollte, hatte nichts. Der Bruder des Dreysus und dessen Genossen wußten nichts. Die Schriftexperten erklärten, das vorgelegte Dokument sei von Dreysus. Der Blamagekübel war voll. Oberst PiquarL, selbst Jude (I), wurde verhaftet, er soll an der Treiberei mit eine Hauptschuld tragen. Er war ein Agent des „Dreysus - Syndikats". Ein Hauptmacher war Lazare, seit mehreren Jahren Schriftführer der Alliance israelite in Paris. Dieser Judenbund ist über die ganze Welt verbreitet, ist der geistige Mittelpunkt der jüdischen Weltmachtsbestrebungen. Wie stark dieser Judenbund ist, davon ist der Dreysus-Fall Beweis; er rührt die ganze Welt auf und schreckt in Frankreich selbst nicht vor der Anstiftung des Bürgerkrieges Zurück. — Der Schwindel des Dreyfuß-Syndikats ist ein handgreifliches, auch dem Harmlosesten einleuchtendes Beispiel dafür, bis zu welcher Frechheit die internationale Judenklique bereits gediehen ist, — einer Frechheit, die ihr nichts mehr als unerreichbar erscheinen läßt. Aber auch hier wieder zeigt sich, daß der Jude im letzten Grunde — dumm ist. Die Geduld, mit der sich das französische Volk so lange nasführen ließ, ließ die Entrepreneure glauben, sie brauchten blos irgend einen andern Offizier von nicht ganz einwandfreiem Lebenswandel als Verräter zu denunzieren und in der Presse den nötigen Lärm zu schlagen, um einen Sündenbock für Dreysus zu haben. Aller Zeitungslärw, alle Handschriftenfälschungen waren vergeblich, selbst das in Riesensummen aufgewendete Geld hat nichts genützt; die Blamage ist fertig. Aber wenn es nur das wäre! — doch jetzt kehrt sich der Spieß um." Die „Deutsche Zeitung" Friedrich Langes schrieb zu jener Zeit: „Israel wollte seinen Dreysus und somit sich selber rehabilitieren. Mag man nun über Dreysus' Schuld oder Unschuld denken, wie man will, das israelitische Verfahren läßt sich in den Augen keines billig denkenden Beobachters rechtfertigen. Zu Dreysus' Reinwaschung hätte der Vorweis triftiger Gründe und die Beschreitung des Rechtsweges im Justizministerium genügt, vorausgesetzt, daß eben triftige Gründe sich aufbringen