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Im deutschen Reich · 1906-03-01 · Heft 3 (März 1906) · p. 205

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
12 (1906)
Issue
Heft 3 (März 1906)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1906-03-01
Page
205 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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Verewsnachrichten 205 legen verglichen und alles in bester Ordnung gefunden hätten. Er beantrage deshalb, dem Vorstand T ech arge zu erteilen. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Nach § 18 der Statuten hatten die Herren M. Moszkowski, Alfred Loewenberg, Rechtsanwalt Dr. Horwitz^ Rechtsanwalt H. Sonnenfeld, Prof. Dr. Schneider, Justizrat Dr. Fuchs, Geheimrat Pros. Dr. Senator, sämtlich in Berlin, Rabbiner Dr. Werner, München, Wilhelm Wolfs-Hamburg, Rechtsanwalt D. F. Waldstein-Altona und Geheimrat Josephthal-Nürnberg auszuscheiden. Ein aus der Mitte der Versammlung gestellter Antrag, die 11 ausscheidenden Herren sämtlich durch Zuruf wieder zu wählen, fand einstimmige Annahme. Unter lebhaftem Beifall gab Herr Dr. Horwitz für sich und die übrigen anwesenden wiedergewählteu Vorstandsmitglieder die Erklärung - ab, daß sie der Wiederwahl Folge leisten würden. Bei Eröffnung der Diskussion forderte der Vorsitzende zu einer regen Beteiligung an derselben auf. Dieselbe beschränkte sich aber auf zwei Anfragen, auf welche die Herren Rechtsanwalt Dr. Horwitz und Dr. Brodnitz die gewünschte Auskunft erteilten, woraus die Versammlung geschlossen wurde. W. D. Am 19. Februar hat in Breslau eine Versammlung der dortigen Orts gruppen-Mitglieder stattgefunden, die von über 500 Personen besucht war. Nach einer Begrüßungsansprache des Vorsitzenden, Stadtverordneten Dr. Reich, sprach das Vorstandsmitglied des Centralvereins, Dr. Jos. Lervp aus Berlin, in -"'Jstündigem Vorträge über den „Judenhaß und seine Folgen". In der Einleitung gedachte Redner der großen Persönlichkeit Gabriel Rießers, dessen 100. Geburtstag bevorsteht, und zeigte, wie sich in Rießer das Ideal eines deutschen Staatsbürgers jüdischen Glaubens verkörperte. Des Weiteren gab Redner einen Ueberblick über die soziale Lage der Juden in Deutschland, wies nach, wie sie in allen Berwaltungszweigen zurückgesetzt, in ihrer bürgerlichen Existenz beeinträchtigt und gesellschaftlich isoliert würden. Auf der andern Seite wurde dargelegt, wie der Judenhaff in mancher Beziehung auch gute Folgen gezeitigt habe und immer mehr dazu führe, die bedrängten Glaubensgenosse!: zu kräftiger Gegenwehr im Centralverein zu sammeln. Ziele und Tätigkeit dieser Organisation wurden von dem Vortragenden eingehend beleuchtet und der Erfolge gedacht, die

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