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Im deutschen Reich · 1906-01-01 · Heft 1 (Januar 1906) · p. 12

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
12 (1906)
Issue
Heft 1 (Januar 1906)
Article
Ein Jubiläum der amerikanischen Juden
Date
1906-01-01
Page
12 (sequence 2)
Language
German
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12 Im deutschen Reich. sind, lassen mich suhlen, daß ich als Haupt des amerikanischen Volkes nicht nur mein tiefes Mitgefühl für sie aussprechen, sondern auch darauf Hinweisen muß, welche guten bürgerlichen Eigenschaften (Lue qualities of citizenship) von den Männern jüdischen Glaubens und Stammes entfaltet worden sind, die in dies Land kamen und die Wohltaten seiner Einrichtungen und gleichen Rechtes vor dem Gesetze genießen. Ich fühle sehr stark, daß, wenn irgendwo ein Volk unterdrückt wird, das Uebel unvermeidlich aus die Unterdrücker Zurückfällt, denn es ist ein unabänderliches Gesetz, daß keiner anderen Böses zufügen und selbst ohne Schaden am Ende davon kommen kann. Die Feier der 250jährigen Ansiedelung der Juden in den Vereinigten Staaten weist auf eine Reihe geschichtlicher Tatsachen von mehr als nur nationaler Bedeutung hin. Selbst in der Kolonialzeit nahmen die Juden am Aufbau dieses Landes Teil, erwarben das Bürgerrecht und nahmen tätigen Anteil an der Entwicklung des Innen- und Außenhandels. Während der Revolutionszeit halfen sie der Freiheitssache durch Dienstleistung im kontinentalen Heere und durch Beiträge zum leeren Schatze der Republik. Während des Bürgerkrieges dienten Tausende im Heere und vermischten ihr Blut mit dem Boden, für den sie fochten. Ich bin froh, sagen zu können, daß die Juden in den Vereinigten Staaten, während sie ihren Glaubens- und Rasse-Ueberlieferungen treu blieben, unzertrennlich in das große Heer amerikanischer Bürger einverleibt worden sind, das darauf vorbereitet ist, alle Opfer für sein Land zu bringen, im Kriege und im Frieden, und daß sie für die Ausdauer einer guten Regierung und die Erhaltung der ixt unserer Verfassung enthaltenen Grundsätze eintreten. Sie sind ehrenhaft, ausgezeichnet durch ihren Fleiß, ihren Gehorsam vor dem Gesetze und streben nach der Wohlfahrt des Vaterlandes. Sie wetteifern mit ihren Mitbürgern anderer Glaubensbekenntnisse in der Förderung der Interessen des gemeinsamen Vaterlandes. Dies gilt nicht nur für die Nachkommen der früheren Ansiedler und die in Amerika Geborenen, sondern von einem großen und beständig wachsenden Teil derer, die an unsere Küsten in den letzten fünfundzwanzig Jahren als Flüchtlinge kamen, der ganzen Härte der Armut und des Elends ausgesetzt. Alle Amerikaner haben Grund, auf die Weisheit und Stärke unseres Regierungsspstems, das dabei angewandt wurde, stolz zu sein. In wenigen Jahren stiegen Männer und Frauen, die

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