Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 11 (1905)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1905)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1905-12-01
- Page
- 675 (sequence 1)
- Language
- German
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675 Eingesandt. Unser Vereinsmitglied, Herr P. Kant i. F.: A. Liebenstein, Wmdhoek, Deutsch-Südwestasrika, berichtet uns: ,.Recht erfreulich ist die Tatsache, daß in Swakopmund, dem größten Hafen der Kolonie, vor kurzem eine Israelitische Kultusgemeinde begründet wurde, die an den hohen Festtagen bereits Gottesdienst abgehalten hat. Die „Deutsch - Südwestaftikanische Zeitung" schreibt am 18. Oktober: „Gelegentlich der israelitischen Feiertage wurde der erste öffentliche Gottesdienst der hier neugegründeten Kultusgemeinde abgehalten und die Feier nach Gebeten für das Wohl Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin in wahrhaft erhebender Weise geschloffen. Um das Zustandekommen der Gemeinde hat sich der Präsident derselben, Herr Salomon Stern, große Verdienste erworben. Herr M. Mande, der stellvertretende Präsident, stellte in freigebigster Weise die nötigen Räumlichkeiten zur Verfügung. Sekretär ist Herr Joseph Cohen, Herr I. Braun, Kassierer. Elfterer besorgte die Thora von Kapstadt. In schwungvoller Rede gab Herr Stern der Freude Ausdruck, daß es der Gemeinde gegönnt sei, sich zu einer solchen zu vereinigen, und knüpfte' an ein sreudiges Ausharren beim begonnenen Werk die besten Hoffnungen. Außer den zahlreichen Spenden wurde auch eine Sammlung veranstaltet für die Kinder des leider zu früh verstorbenen Dr. Herzl, des bekannten Gründers des modernen Zionismus. Den Bemühungen des Präsidenten ist es wohl auch zu danken, wenn die Gemeinde eine eigene BegräbnisstäLte schon in nächster Zeit erhalten wird. Unter den gegebenen Verhältnissen konnte von seilen der Regierung die Bitte um ein geeignetes Grundstück nicht erfüllt werden, dcch ist durch gütige Intervention des hiesigen BezirkamLmannes, Herrn Dr. Fuchs, die Zuweisung eines entsprechenden Platzes von seiten der Kolonial-Gesellschaft, und zwar in freigebigster Weise ohne Entschädigung, für die nächste Zeit zu erwarten. Auch hier in Windhuk beginnen die Glaubensgenossen, sich auf ihre Zusammengehörigkeit zu besinnen, und können wir hoffentlich bald die gleichen Erfolge wie Swakopmund aufweisen. Erwähnen möchte ich noch, daß wir hier im Lande einen jüdischen Farmer haben, der lange Zeit