Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 11 (1905)
- Issue
- Heft 8 (August 1905)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1905-08-01
- Page
- 445 (sequence 2)
- Language
- German
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VeroinsnachrichLen. 445 Höhung des Jahresbeitrages wurde vielfach erfüllt In den Letzten Wochen sind aus den verschiedensten Teilen Deutschlands gegen 500 neue Mitglieder und mehr als 130 freiwillige Beitragserhöhungen angemeldet - worden, was uns mm herzlichsten Danke veranlaßt. Wir verbinden mit ihm den Ausdruck der Hoffnung, daß diese Erscheinung keine vorübergehende fein, sondern sich weiter fortsetzen und den Central-Verem immer mehr Zu einem wichtigen Faktor in jüdischen Angelegenheiten — in biblischer Sprache: zu einer „sorgsamen Mutter und einer schützenden Burg in Israel" — gestalten möge! — Ergänzend berichten wir noch mit Befriedigung, daß sich dem Vereine bereits kurz vor der Versendung des Verzeichnisses die westfälischen Gemeinden Paderborn, Haaren, und Nieheim korporativ angeschlossen haben. Im Jnniheft des verflossenen Jahrgangs hatten wir auf einen Sprechfaul der „Mg. Ztg. des Judentums" verwiesen, in dem von einer Reihe deutscher chemischer Fabriken behauptet wurde, „daß sie keinen jüdischen Chemiker anstellen, trotzdem dieselben oft die besten Empfehlungen und Zeugnisse haben." Unter diesen Firmen war auch die der Herren Gebrüder Jänicke & Fr. Schneemann In Hannover genannt worden. Diese Firma wurde von mehreren unserer Vereinsmitglieder deshalb zur Rede gestellt, hat aber die Richtigkeit der Behauptung bestritten und neuerdings einem unserer Vereins- Mitglieder geschrieben: „Wir hüben der „Allgemeinen Zeitung des Judentums" eine Berichtigung gesandt, was das einzige war, was wir nach Lage der Sache tun konnten, da wir doch unmöglich einem unserer jetzigen bewährten Chemiker kündigen können, um einen Chemiker jüdischer Religion anzustellen. Wir bemerken noch ergebenst, daß wir noch nie in der Lage gewesen sind, einen jüdischen Chemiker anZustellen, da sich in den Fällen, wo eine Chemikerftelle bei uns in Folge öffentlicher Bekanntmachung besetzt wurde, kein jüdischer Chemiker mit den nötigen Qualifikationen gemeldet hat." — Die „nötigen Qualifikationen" sind es aber eben, um die es sich handelt; diese kennen Zu lernen, wäre entschieden von Interesse! Zu den Nordseebädern, die von Juden unbedingt zu meiden sind, gehört Lakolk nach wie vor. Der Geschäftsführer dieses Bades, Heinrich Zantel, hat die Behauptung, daß Bad Lakolk in jüdischen Besitz übergegangen sei, öffentlich in Abrede gestellt, die „Staatsbürger Zeitung" um fernere tatkräftige Unterstützung aus ihrem Leserkreise ersucht und dabei Folgendes erklärt: