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Im deutschen Reich · 1905-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1905) · p. 386

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
11 (1905)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1905)
Article
Der Anteil der Juden am Unterrichtswesen in Preußen [Rezension]
Date
1905-06-01
Page
386 (sequence 4)
Language
German
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338 Zm Deutschen Reich. der Jurisprudenz, S.-S. 1899 und W.-S. 1899/1900 (im Durchschnitt) nur 37,75 o/o der Medizin, dagegen 31,92 % der Jurisprudenz. Wie aus den höheren Lehranstalten, so sind auch auf den Universitäten die Juden prozentualiter viel stärker vertreten als die Christen, und zwar auf diesen 7,9 mal so stark. Zu diesen stellen Berlin und die östlichen Provinzen nheblich mehr Studierende als die westlichen Provinzen. Von Interesse ist die Untersuchung über das Lebensalter und die Studiendauer, aus der wir entnehmen, daß die katholischen Studierenden durchschnittlich das höchste, die jüdischen das niedrigste Lebensalter haben, und daß die Juden ihr Studium zeitiger — bei den Medizinern erheblich zeitiger — abschließen als die Christen. Die amtliche Preußische Statistik (Bd. II, S. 66 ff.) bemerkt hierzu: „Die jüdischen Studierenden scheinen danach durchschnittlich mehr Befähigung zu besitzen und mehr Fleiß zu entwickeln als die Christen." Der letzte Abschnitt handelt von der Zahl der an den preußischen Schulen wirkenden Lehrkräfte jüdischen Glaubens. Aus den Tabellen ergibt sich, daß an den Volksschulen die Zahl der jüdischen Lehrer von '1886 bis 1901 von 432 auf 338 zurückgegangen ist. Von den 338 jüdischen Lehrern an öffentlichen Volksschulen find 290 an jüdischen, 48 an paritätischen Schulen tätig. 1886 waren von den 432 männlichen und 53 weiblichen Lehrkräften 407 an jüdischen, 78 an paritätischen Volksschulen beschäftigt. Den Schluß des überaus interessanten Büchleins bildet eine Statistik der jüdischen Lehrer an den höheren Lehranstalten im Schuljahre 1904. Vergl. hierzu die Artikel in dieser Zeüschrift (1905, Mai- Nummer, S. 293 ff.) und in der „Allgem. Ztg. des Judentums" (1905, S. 208). Dr. E. W. Dem Programm der Realschule Israelitischer Gemeinden zu Frankfurt a. M. (Philanthropin), Ostern 1905, welches die von Herrn Direktor Dr. S. Adler verfaßten „Schulnachrichten" enthält, ist der „Bericht über die von uns bereits früher besprochene Jahrhundertfeier der „Philanthropin" von Oberlehrer Dr. Michel beigegeben. Den „Schulnachrichten" entnehmen wir, daß mit dem Beginn des Winterhalbjahres wahlfreie Kurse im kaufmännischen Rechnen und in der Buchführung für die Zöglinge der drei oberen Realschulklaffen und der zwei oberen Mädchenklassen eingeführt wurden. Der Schulrat stellte dazu die Mittel aus der Lotmarstiftung zur Verfügung. Die neue Einrichtung ermöglicht es den Eltern, die Entscheidung über den späteren Beruf ihrer Kinder

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