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Im deutschen Reich · 1905-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1905) · p. 330

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
11 (1905)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1905)
Article
Wahrheiten über den deutsch-nationalen Handlungs-Gehilfen-Verband
Date
1905-06-01
Page
330 (sequence 3)
Language
German
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14 Mark Zu erhalten, müßte er als Mitglied der Kaffe des D. H. V. monatlich 2,30 Mark zahlen, als Mitglied der Leipziger dagegen nur 2,10 Mark, also monatlich 20 Pf. weniger. Als Mitglied der Kasse hätte er für ein wöchentliches Krankengeld von 24*50 monatlich nur 2,70 Mark zu zahlen, während ihm die Kasse des D. H. V. für ein wöchentliches Krankengeld von 21 Mark monatlich 2,50 Mark abfordert. Für nur 20 Pf. Mehrausgabe würde er also von der Leipziger ein um 3,50 Mark höheres Krankengeld beziehen. Ebenso ungünstig fahren die Mitglieder der Kasse des D. H. V., die in einem höheren Alter beitreten. So hätte ein beim Eintritt 40 jähriger Mann als Mitglied für ein wöchentliches Krankengeld von 14 Mark monatlich 2.85 Mark, als Mitglied der Leipziger dagegen nur 2,70 Mark zu zahlen. Wie viel beträgt nun das Begräbniszeld? — Die Kasse des D. H. V. zahlt bei monatlichem Krankenkassenbertrag von 2,30 Mark nach einjähriger Zugehörigkeit: Nichts!! Die Leipziger zahlt 50 Mark dagegen nach sechsmonatiger Mitgliedschaft bei einem monatlichen Beitrag von nur 2.10 Mark. Bei der Kaffe des D. H. V. erhöht sich das Begräbnisgeld für obigen Beitrag nach fünfjähriger Mitgliedschaft auf 70 Mark, bei der Leipziger dagegen bis auf 100 Mark. Wie find nun aber die Mitglieder beider Kaffen gesichert, ihre Ansprüche an die Kaffe stets richtig erfüllt zu sehen? — Das Vermögen der Kaffe des D. H. V. bet'Ug Ende 1903 nur.- 81 553 Mark, das der Leipziger dagegen zur selben Zeit bereits: 516 176 Mark. Außerdem hätte im alleräußersten Fall — man denke an eine Epidemie oder Krieg — die Kasse des Leipziger Verbandes, der die Sympathieen aller kaufmännischen Kreise für sich hat, nur nötig an die Freigebigkeit dieser zu appellieren, um bald den außergewöhnlichsten Ansprüchen zu genügen. Der D. H. V. dagegen, der den Krieg gegen die Prinzipale predigt, wird, wenn seine Mittel völlig erschöpft sind, sich vergeblich bei Herren Graf Pückler, Ahlwardt, Bruhn und Genossen um H'lfe umfehen. Der Leipziger Verband hat außerdem für seine genesenden Mitglieder ein Genesungsheim in Niederschlema, im sächsischen Erzgebirge, errichtet. Gegen ganz geringe Summen — ein Zimmer kostet für eine Woche 3,50 Mark, Verpflegung für den Tag 2,25 Mark — können Mitglieder hier beliebige Zeit Aufenthalt nehmen. Alle großen kaufmännischen Vereine — nur nicht der D. H. V. — haben außerdem eine Reihe anderer sozialer Einrichtungen wie Witwen- und Waisenkassen, Pensionskassen, Darlehnskaffen, geschaffen.

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