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Im deutschen Reich · 1905-05-01 · Heft 5 (Mai 1905) · p. 253

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
11 (1905)
Issue
Heft 5 (Mai 1905)
Article
Auerbach über Schiller
Date
1905-05-01
Page
253 (sequence 1)
Language
German
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Im deutschen Keich. des LkkirzrißerÄs Zeitslher ZtSttsNrzkr jÄijtzm ElrshM ---------- Trschrrnt Mälfmsl Lm Zahrr. ==« XL IcrHvg. Berlin, Mai L05. Wr:. 6. Meröach üöer Schiller.*) Von Eugen Jfolani.> ^Maß Berthold Auerbach eine besonders innige Verehrung für Schiller, t&s nicht nur für den Dichter, sondern auch für den Menschen empfand, dürfte bekannt sein. Daß er Briefe am 10. November und am 9. Mai nicht anders als „Schillers Geburtstag" oder „Schillers Todestag" datierte, soll nicht eigentlich als Beweis dafür gelten, denn Auerbach fühlte sich immer so vollkommen als deutscher Dichter, daß jene kleine Eigenheit wohl seinem allgemeinen literarischen Gefühl entsprang. Mehr gilt, daß er da und dort, wenn er sich irgendwo einmal auf Reisen aufhielt, — gern an jenen Tagen eine Schillerfeier zusammenbrachte, um den Manen des Dichters eine Ehrenbezeugung zu erweisen; mehr gilt, daß er oft und gern ein Schiüerwort im Munde führte und den Dichter nicht selten zitierte, mehr noch, daß er verschiedene Male den Dichter in Fest- und Gedenkreden feierte und bei diesen Gelegenheiten es sogar nicht unterließ, sich sorglichst vorzubereiten, denn obwohl er das Wort zu jeder Zeit meisterhaft beherrschte, wollte er doch nicht, wenn es eine Feier Schillers galt, vom Zufall abhängig sein, wie er einmal bei solcher Gelegenheit ausdrücklich bemerkte. Merkwürdigerweise ist in dem soeben erschienenen Buche „Schiller - Reden" (Mm, Heinrich Kerler), *) Wenngleich Schiller, sei es persönlich, sei es in seinen Werken, sich kaum mit Inden befaßt hat, glauben wir doch vollen Anlaß zu haben, den Dichter der Freiheit und des Menschentums mitzuseiern und auch an dieser Stelle des Unsterblichen aus Anlaß der 100 jährigen Wiederkehr seines Todestages zu gedenken. Red.

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