Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 11 (1905)
- Issue
- Heft 3 (März 1905)
- Article
- Jahresbericht
- Date
- 1905-03-01
- Page
- 143 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/2316602-2316727-2316731-2334703--13547-2334784- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Jahresbericht. 143 verstorbenen immerwährenden Mitglieder eintragen lassen. Es sind erst in neuester Zeit wieder von der Witwe des verschiedenen Herrn Paul Simon uns 600 Mark zu diesem Zwecke überwiesen worden und 500 Mark von Herrn Alfred Löwenberg zum Andenken an seinen verstorbenen Vater Gustav Löwenberg. Sorgen Sie dafür, daß solche Beispiele Nachahmung finden! Daß unsere Finanzen verhältnismäßig günstiger als früher find, haben Sie gehört; daß sie auch geordnet sind, will ich nicht preisen; ich bitte einen der Herren Revisoren, die ihres Amtes gewaltet haben, sich darüber zu äußern. (Geschieht.) Also Herr Lomnitz, einer der von Jbnen im Vo jah e gewählten Revisoren, hat Ihnen eben berichtet, daß die Kommission alles geprüft und Kasse- und Bücher in Ordnung gefunden hat. Ich darf deshalb vielleicht gleich an dieser Stelle die Bitte an Sie richten, dem Vorstand, unserem arbeitsüberlasteten Schatzmeister Herrn Dr. Gmsberg und der gesamten Kassenverwaltung Entlastung zu erteilen, und ich darf, wenn sich kein Widerspruch erhebt, den ich hiermit eventuell herausfordere (Heiterkeit), der sich aber nicht erhoben hat, hiermit konstatieren, daß die Entlastung von der Generalversammlung erteilt ist. Also, meine Damen und Herren, wir brauchen Geld. (Heiterkeit.) Sorgen Sie dafür, daß wir es bekommen. An Ihnen wird es sein, daß wir die materiellen Mittel erhalten zu dem Kampfe. Von Ihrer moralischen Unterstützung wird es abhängen, daß wir auch die ideellen Mittel erhalten, daß wir uns eins wissen können mit unseren Glaubensgenossen überall, vor allen Dingen mit unseren Vereinsmitgliedern, und seien Sie versichert, daß wir nicht ermüden werden in dem schweren Kampfe, der aber hoffentlich zu dem gedeihlichen Ziele führen wird, uns zu wirklich gleichberechtigten Staatsbürgern jüdischen Glaubens in Deutschland zu machen. (Lebhafter, anhaltender Beifall).