Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 11 (1905)
- Issue
- Heft 3 (März 1905)
- Article
- Jahresbericht
- Date
- 1905-03-01
- Page
- 125 (sequence 1)
- Language
- German
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ZeiLfchrW öes LeckckelM ZevWer vtsstMzek WWs EiMrsß. „ —_ Lvfchrksi Mälfsrs! im Istzvr. XI. Aahrg. . Berlin. März 1905- Itr.3. Jckhresöericht, erstattet durch Herrn Rechtsanwalt Dr. M. Horwitz in der ordentlichen Mitglieder-Versammlung am 23. Februar 1905. ^enn wir uns dem Jahresberichte Zuweuden, wie er nach altem Herkommen in unserer General-Versammlung vorgetragen wird, so habe ich leider wiederum mit einer reichen Verlustliste zu beginnen. Ich habe zunächst eines Todesfalles Zu gedenken, der in der letzten Zeit uns und alle unsere Glaubensgenossen in Deutschland, alle diejenigen, denen ein Herz schlägt für Armut und Elend und für die Bedrückten, besonders hart getroffen hat: es ist das allzu frühe Hinscheiden des Konsuls Moritz Simon in Hannover. Simon, überall an der Spitze, wo es galt, edle Menschlichkeit zu üben, war bekanntlich der Gründer der segensreich wirkenden Erziehungsanstalt „Ahlem", in derer praktischste Abwehr des Antisemitismus trieb, indem er die Juden zu Ackerbau und Bodenkultur erzog. Simon war auch ein eifriges Mitglied unseres Vereins, und in der Generalversammlung vom 22. Februar 1904, setzt gerade vor einem Jahr, hat er hier in unserer Mitte den Vortrag des Abends gehalten über „die Erziehung der jüdischen Jugend zur Bodenkultur und zum Handwerk, eine soziale Frage". Wer sich irgendwie für jüdische AngelegenheiLen interessiert, weiß, wer Moritz Simon war, und was alle in unserer Glaubensgemeinschaft an ihm verloren haben, nicht zum wenigsten unser Verein, dessen treuer Anhänger, dessen treuestes Mitglied er kit seiner Begründung gewesen ist. Auch sooft haben wir verdiente Mitglieder heimgehen sehen. Ich nenne aus Berlin die Herren Maurermeister Marcus Adler, Ge-