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Im deutschen Reich · 1904-11-01 · Heft 11 (November 1904) · p. 617

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
10 (1904)
Issue
Heft 11 (November 1904)
Article
Berlin
Date
1904-11-01
Page
617 (sequence 7)
Language
German
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Korrespondenzen. 617 ergebnislos, sie gelangten aber in ein günstiges Fahrwasser, als persönliche Besprechungen zwischen dem General-Direktor der Hamburg-Amerika-Linie, Herrn Ballin, und Herrn Dr. Paul Nathan vom Vorstand des Hilfsvereins der deutschen Juden stattenden. Das Arrangement, das jetzt vorliegt, stellt die Uedelstände, die sich an der Grenze herausgestellt hatten, durchweg ab, sodaß nunmehr Zwischenfälle, wie sie längere Zeit vorgekommen sind, nicht mehr zu erwarten sind. Der Standpunkt des Herrn Ballin erwies sich erfreulicherweise als durchaus vereinbar mit den Anforderungen, die im Interesse der Humanität und des guten Rufes Deutschlands gestellt werden müssen." Der „Hilfsverein der deutschen Juden" veröffentlicht folgenden Nachruf: „Unser Generalsekretär, der seit dem Beginn unserer Tätigkeit das Bureau unseres Vereins geleitet hat, Herr W. Bambus, ist am 4. d. Mts. nach längerer Krankheit gestorben. Mit der größten Hingabe und mit einem seltenen Reichtum an Kenntniffen hat der Heimgegangene unseren humanitären Bestrebungen stets gedient. Er war ein Muster von Pflichttreue, und unser Verein wird das Andenken dieses ausgezeichneten, leider viel zu früh verstorbenen Mannes in hohen Ehren halten." Der Verblichene hat 20 Jahre hindurch in dem die Kolonisation Palästinas fördernden Verein .Esra" erfolgreich gewirkt, sich bei der Organisation der Kolonieen in Palästina vielsach organisatorisch betätigt und diese durch Erschließung des europäischen Marktes für die dortige Weinerzeugung erheblich gefördert. Er hat aber auch in einer mehrjährigen Sekretariats-Tätigkeit bei dem „Eomit^ zur Abwehr antisemitischer Angriffe" sich um die deutschen Juden verdient gemacht und unserem Eentral-Verein zehn Jahre hindurch als Mitglied angehört. Die „Deutsche Handels-Wacht" hat am 15. Oktober in einem sehr ausführlichen Artikel „die Verhältniswahl bei den Kaufmannsgerichten" einer Kritik unterzogen und dabei darauf hingewiesen, daß die Verhältniswahl, obwohl sie theoretisch die verschiedensten Möglichkeiten bietet, sich doch in der Praxis bei aller Zuverlässigkeit einfach gestalten läßt. Das. Blatt sagt dann wörtlich: „Die Wirklichkeit wirft ja oft alle am grünen Tisch ausgeknobelten Theorien über den Haufen, und wir wollen wünschen, daß die Gemeindebehörden sich und den Wählern die Sache nicht'gar zu schwer machen. Denn schließlich ist doch auf diese auch Rücksicht zu üben, insofern dem Wahlausschüsse, der ans Wählern der betr. Gruppen besteht, die Feststellung des Ergebnisses obliegt. Der organisierte Handlungsgehilfe aber mag aus dem Gesagten die Lehre ziehen, daß

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