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Im deutschen Reich · 1904-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1904) · p. 422

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
10 (1904)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1904)
Article
Berlin
Date
1904-07-01
Page
422 (sequence 2)
Language
German
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422 8m deutschen Reich. Apfel - Coeln, Justizrat Dr. Geiger - Frankfurt a. M., Rabbiner Dr. Horovitz-Frankfurt a. M., Stadtrat Aronsohn-Bromberg, RabL. Dr. Vogelstein-Stettin, Geh. Hofrat Josephtal-Nürnberg, Kirchenrat Dr. Kroner-Stuttgart, Rabbiner Dr. Cohn - Kattowitz, Wilhelm Langenbach-Darmstadt, Geh. Baurat Prof. Landsberg-Darmstadt, Professor Dr. Laffar Cohn-Königsberg i. Pr., Hermann Gumpertz Hamburg, Rechtsanwalt Dr. Lewin-Stettin, Geheimrat Professor Dr. Cohen-Marburg, Geheimer Kommerzienrat Sonnenthal-Deffau und Abraham Lewandowsky - Hamburg. Bezüglich der finanziellen Grundlage des Verbandes wurde nach kurzer Debatte beschlossen, daß alle Gemeinden, die aus mindestens 100 Seelen bestehen, die Nachricht von der Konstituierung des Verbandes erhalten und angefragt werden sollen, ob bezw. in welcher Höhe sie einen Beitrag zu zahlen bereit seien. Herr Professor Dr. Philippson teilte mit, daß dem Verbände von einer Seite 4000 JL zur Verfügung gestellt wurden. Herr Syndikus Dr. Apt beantragte, den Vorstand zu veranlassen, in möglichst naher Zeit ein Resunw zu geben, wie sich das Verhältnis des Verbandes zum Central - Verein gestalten, bezw. wie die Kompetenzen beider Vereinigungen gegen einander abgegrenzt werden sollen. Nachdem dem Vorstand anheimgegeben worden, ein Bureau zu mieten, wurde beschlossen, von der Konstituierung des Verbandes der Reichsregierung, den einzelnen Bundesregierungen sowie allen in Betracht kommenden Behörden Mitteilung zu machen. Ferner wurde beschlossen, die Satzungen des Verbandes durch den Druck zu vervielfältigen und im weitesten Umfange zu versenden. Der stenographische Bericht über ie Verhandlungen der Hauptversammlung vom 24. April soll gelegentlich gedruckt und allen zur Delegiertenwahl ^berechtigten Gemeinden und Verbänden sowie den Teilnehmern an der Hauptversammlung zugestellt werden. Herr Rechtsanwalt Dr. Horwitz gab eine aktenmäßige Darstellung der Entstehung des jetzt begründeten Verbandes der deutschen Juden. Danach hat zuerst Herr Justizrat Breslauer den Gedanken eines Judentages gehabt, diesen Herrn Professor Dr. Philippson mitgeteilt und mit diesem gemeinsam sich zunächst an Herrn Rechtsanwalt Dr. Horwitz gewandt. Nachdem dieser dem Gedanken zugestimmt hatte und die Herren Justizräte Dr. Fuchs und Dr. Friedemann zugezogen worden waren, begann das so gebildete Comits die Vorarbeiten. Schon am Beginn der Arbeit schlug Herr Justizrat Dr. Fuchs als erster vor, gleichzeitig die Schaffung einer Gesamtvertretung der deutschen Juden mit ins Auge zu fassen, ein Vorschlag, der damals zunächst keinen Anklang fand. Demnächst wurde von Herrn Professor Dr. Philippson der Gedanke eines Judentages in die Presse gebracht.

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