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Im deutschen Reich · 1904-06-01 · Heft 6 (Juni 1904) · p. 353

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
10 (1904)
Issue
Heft 6 (Juni 1904)
Article
Die Juden von Außen
Date
1904-06-01
Page
353 (sequence 3)
Language
German
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Die Juden von Außen. 353 emstimmt, daß bei der Beantwortung dieser Frage der ethnographische und der anthropologische Gesichtspunkt streng geschieden werden müssen. Sokolowsky meint: „Vom anthropologischen Standpunkt aus gehören die Juden ihrer Abstammung nach der mittelländischen, weißen, früher indogermanisch, kaukasisch oder arisch genannten Rasse an. Von den asiatisch-indischen Stammsitzen aus hat sich diese Raffe in drei Zweigen über die westlich gelegenen Länder verbreitet, der nordische über Nordeuropa, der romanische über die europäischen Mittelmeerländer und der dritte über die afrikanischen Mittelmeerländer. Zu diesem dritten Zweige Zählen auch die Juden. Bei ihrem Auftreten in der Geschichte waren sie bereits ein sehr hochstehendes Kulturvolk, bildeten demnach wie alle Kulturvölker keine reine Raffe im strengen Sinne des Wortes, sondern ein Gemisch der verschiedenen in ihnen aufgegangenen Urvölker. Was das für Urvölker waren, ist ebensowenig bei den Juden auszumachen als bei der weißen Raffe überhaupt. Charakteristisch für diesen Tynus sind die etwas wulstigen Lippen, die von der nigritischen Beimischung herrühren, ein mulattenhaster Zug und die großen, meist dunkeln Augen mit stark entwickeltem oberen Augenlid. Diese körperlichen Eigenschaften sind aber keineswegs ausschließlich jüdische. Dieses ergibt sich sofort, wenn man von Europa aus in Gegenden kommt, die vorwiegend vom dritten weißen Zweige bevölkert find. So finden sich in Spanien, im Norden Afrikas, im Osten Europas auf der Balkanhalbinsel, in Kleinasien Zahlreiche „judenähnliche" Gesichter. Bei den europäischen Juden kommen die Merkmale der weißen Raffe in besonders scharfer Weise zum Ausdruck. Neben schlanken Gestalten finden sich zahlreiche andere, bei denen alles plump, kurz, dick ist, welche Zweiteilung sich wahrscheinlich bei allen Kulturraffen Nachweisen läßt. Kranke und häßliche Inden sieht man häufig, dumme fast nie. Dieses läßt sich nach Stratz ungezwungen aus den sozialen Umständen erklären, in denen die Juden seit Jahrhunderten verkehrten. Durch eigenen Willen und durch äußeren Zwang nahmen sie eine isolierte Stellung unter den sie umgebenden Völkern ein und waren daher auf stärkere Inzucht angewiesen, die ein immer stärkeres erblich werdendes Hervortreten der individuellen Charaktere zur Folge hatte. Viele Erwerbsquellen, die einen kräftigen Körper verlangen, Jago, Landbau und Kriegsdienst, waren ihnen verschlossen, so daß sich ihre Zuchtwahl mehr und mehr auf Vervollkommnung geistiger Eigenschaften verlegen mußte. So hat sich im Laufe der Zeiten der eigentümliche Typus gebildet, der in Europa für den Juden charakteristisch angesehen wird. Es sind aber nicht nur Juden, die so aussehen, vielmehr ist es

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