Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 10 (1904)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1904)
- Article
- Zur Geschichte der Aufnahme von Juden in die deutschen Burschenschaften
- Date
- 1904-06-01
- Page
- 313 (sequence 1)
- Language
- German
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Im deutschen Reich. Leiifchvift des kkstttlrmiss -tstschtt . MW« ElisSkss. Grfchrkul rwolfmsl im Lahrr. Juni Nr. 6. Zur KefchichLe der Aufnahme von Inden in die deutschen Burschenschaften. Mie Freiheitskriege hatten in der akademischen Jugend Deutschlands die Hoffnung auf ein gemeinsames deulsches Vaterland machtvoll gefördert. Im Jahre 1814 veröffentlichte A.nkt den „Entwurf einer teuischen Gesellschaft" zur Pfl ge deutscher Art und Zucht. Im Anichtuffe an düsen Entwurf entstanden überall in Westdeutschland „deutsche Gesellschaften", unter ihnen die erste Heidelberger Burschenschaft Teutonia (E. Diey, die deutsche Burschenschaft in Heidelberg, 1895, S. 15). Als „deutsche Gesellschaft" nahm die Teutonia nur Deutsche von Geburt und Bekenner der christlichen Religion in ihren Verband auf. Ebenso waren nach dem „E-langcr Burschenbrauche" vom 15. Januar 1817 Juden „als die Feinde aller Volkstümlichkeit" aus der Erlanger Burschenschaft (Teutonia) ausgeschloffen (Wiegand, Geschichte der Erlanger Burschenschaft, 1877, S-8). Da arbeitete Friedrich Wilhelm Carove (der am 20. Juni 1789 in Coblenz geboren, am 18. März in Heidelberg gestorben ist und sich durch religionsphitosephische Werke einen geachteten Namen erworben hat), im An chluffe an die in Jena und Berlin gültige Verfaflung eine solche für die Heidelberger Burschenschaft aus, die am 23. Februar 1817 angenommen wurde. In ihr wurde zum ersten Mate Juden und Ausländern dis Aufnahme in die Burschonschaft ausdrücklich gestattet. Am 22. Februar ISIS lud di« Jenaer Burschenschaft die übrigen Hochschulen zu einem Burschentag nach Jena, der vom 15