Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 10 (1904)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1904)
- Article
- Der Verband der deutschen Juden
- Date
- 1904-05-01
- Page
- 265 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2316602-2316714-2316720-2333252--12416-2333313- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Der Verband der deutschen Juden. 265 Worten des Dankes und der Genugtuung über die vollendete Arbeit, wurde die Absendung eines Huldigungstelegramms an den deutschen Kaiser, als den Schirmherrn und den Bewahrer aller religiösen Güter, einstimmig beschlossen.-) Es erfolgten schließlich noch die Wahlen für den Ausschuß. Nach dem Vorschläge von Justizrat Lilienthal-Berlin wurde die Liste, wie folgt, angenommen. Zunächst die 5 Mitglieder des bisherigen engeren Ausschusses: Rechtsanwalt Pr. Horwitz, Justizrat Pr. Fuchs, Prof. Philippson, Justizrat Breslauer, Justizrat Pr. Friedemann, sämtlich in Berlin; alshann Rechteanwalt Eh*. Blau-Frankfurt a. M., Rechtsanwalt Pr. Cohn- Dessau, Landgenchtsrat Wollstein-Breslau, Sladtrat Magnus- Königsberg, Geh. Regierungsrat Prof. Pr. Aron-Berlin, Rechtsanwalt Pr. S a ms o n -Hamburg, Benjamin Hirsch- Halberstadt, James Simon- Berlin, Pr. Fiegel-Berlin, Stadtrat Homburger-Karlsruhe, Ignatz Goldschmidt-Posen, PH. Simson-Danzig, Pr. Apfel-Köln, Justiz rat Pr. Geiger-Frankfurt a.M., Geheimrat Prof. Pr. Pinner-Berlin und Martin Simon-Berlin. Der Ausschuß, dem das Koeptationsrecht zugesichert ist, soll im ganzen aus mindestens 27 Mitgliedern bestehen. Außer den 21 durch die Hauptversammlung gewählten gehören dem Ausschuß noch je 2 Vertreter des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, des D. I. G. B. und des Rabbiner- Verbandes an. Alsdann folgen die üblichen Schlußreden. Cohn- Liegnitz dankt dem Vorsitzenden für die mustergiltige Leitung, Pr. Eppenstein-Bnesen hibt die Verdienste Prof. Philippsons um das Zustandekommen des Werkes hervor, Benjamin Hirsch dankt der Berliner Gemeinde für ihre Gastfreundschaft und dem engeren Ausschuß für feine unermüdliche Arbeit. Einen wahrhaft ergreifenden Abschluß bildeten die rührenden Worte, mit denen der berühmte Talmudforscher Seminardozent Pr. I. L e w y - Breslau feine freudige Genugtuung über den wohltuenden Eindruck aussprach, den die Versammlung auf ihn gemacht habe,und die innigeBitte hinzufügte, auch in trüben Tagen das Vertrauen auf die Vorsehung nichtschwinden zu kaffen, die Israel jederzeit beschützt und beschirmt habe. Mit einem begeistert ausgenommenen Hoch auf das deutsche Judentum schloß der Vorsitzende gegen 6 Uhr die Sitzung. *) Am 4. Mai erfolgte darauf zu Händen des Herrn Justizrais Breslauer nachstehendes Dankschreiben: Dcr Ministers Innern. . Berlin, den 2. Mai 1904. Seine Majestät der Kaiser und König haben mich zu ermächtigen geruht, für den telegraphischen Huldigungsgruß vom 24. v. M. den Allerhöchsten Dank auszusprechen. gez. Hammerstein.