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Im deutschen Reich · 1904-02-01 · Heft 2 (Februar 1904) · p. 86

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
10 (1904)
Issue
Heft 2 (Februar 1904)
Article
Zur Gesamtorganisation der Israeliten Deutschlands
Date
1904-02-01
Page
86 (sequence 14)
Language
German
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Sk Im deutschen Reich. Gegen § 16 erhebt sich kein Einwand. Herr Jüftizrat Breslauer stellt folgenden Antrag: Der geschäftöführende Ausschuß wird beauftragt: 1. Den Sratuten-Entwui f unter Berücksichtigung der heute vorgeschlagenen Abänderungen endgültig festzustellen. 2. Zur Beschlußfassung über die Annahme des so festgestellten Statuts eine Versammlung nach Maßgabe des tz 4 des Entwurfs in Berlin zusammenzuberufen. 3. Zur Vorbereitung der Beschlußfassung den nach § 4 des Entwurfs in Aussicht genommenen Mitgliedern den endgiltig festgesteüten Statuten-Entwurf möglichst bald zu übersenden. Dieser Antrag findet einstimmige Annahme. Hierauf biingt Herr Selmar Frank-Leipzig den Dank der Anwesenden für die vorzügliche Leitung der stattgehabten Verhandlungen in herzlichen Worten zum Ausdruck was Herrn Rechtsanwalt Dr. Horwitz zu der Bitte veranlaßt, diesen Dank auf alle Mitglieder des Ausschusses und insbesondere auf den Referenten, Herrn vr. Philippsohn, zu übertragen. Daran knüpft der Vo> sitzende den Ausdruck des Dankes an alle Teilnehmer der Versammlung, welche nun nach mehr als vierstündiger Beratung geschloffen wird. Der Ewige Sude — Kein Sude! ii. Nachdem die Ahasver-Sage Wurzel im Gemüte. des Volkes geschlagen, mußte sie auch naturgemäß die Aufmerksamkeit der Dichter erregen, welche dem Dolksgemüt' ihre dankbarsten Stoffe entnehmen. Ob die Sage vom Ewigen Juden ein solcher dankbarer Stoff sei oder nickt — darüber sind die Meinungen zu allen Zeiten geteilt gewesen. Es ist bezeichnend, daß Goethe, welcher doch den titanenhaften Himmelssturmer Faust in so großartiger Weise zu gestalten wußte, vor dem ungrheuren, endlosen, sübnclosen Riesenleid des Ahasver rurückschreckle und diesen Stoff einen allzu spröden nannte. Er selbst erzählt in .Wahrheit und Dichtung", daß sich diese Sage

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