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Im deutschen Reich · 1903-12-01 · Heft 12 (Dezember 1903) · p. 729

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
9 (1903)
Issue
Heft 12 (Dezember 1903)
Article
Berlin
Date
1903-12-01
Page
729 (sequence 4)
Language
German
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Korrespondenzen. 729 lich wurde in der Generalversammlung am 21. April d. I. auf Anregung des Herrn vr. Gustav Karpeles der Beschluß gefaßt, einen Grundriß der Wissenschaft des Judentums herauszugeben, der in Einzeldarstellungen das Gesamtgebiet dieser Wissenschaft umfassen soll. Es wurde Zur Redaktion des Entwurfs ein Komitee eingesetzt, bestehend aus den Herren Professoren Bacher, Cohen, den Rabbinern Dr. Güdemann, Bloch, Kroner, Lueas und dem Antragsteller. Nach eingehender Beratung kam man überein, die Anzahl der Monographien Zunächst auf 36 festzusetzen, doch sind ErgänZungsbände dabei ausdrücklich vorgesehen. Die zur Mitarbeit eingeladenen Gelehrten, die meist mit freudigem Eifer Zugesagt haben, einigten sich in der Hauptsache darin, daß es nicht sowohl auf die Masse des gebotenen Stoffes ankomme, als vielmehr auf dessen geistige Durchdringung, zusammenhängende und verständnißvoll geordnete Darstellung, die trotz der streng wissenschaftlichen Grundlage doch zugleich das Interesse der Gebideten erwecken und diese belehren könne. Nur dadurch, daß den einzelnen Autoren völlige Freiheit in der Ausgestaltung ihrer Aufgaben überlassen und jeder Autor nur für den Inhalt seiner Arbeit verantwortlich ist, konnte eine so große Anzahl von Gelehrten der verschiedensten Richtungen zu diesem bedeutungsvollen Unternehmen vereinigt werden. Zwei Bände sollen schon in Jahresfrist erscheinen und auch für die folgenden Jahre ist das Erscheinen mehrerer Bände gesichert. — Die Mitgliederversammlung der Gesellschaft findet am Mittwoch den 6. Januar 1904 und Donnerstag den 7. Januar 1904 vormittags 10 Uhr im Logensaal, Berlin SW-, Wilhelmstr. 118, statt. (Siehe Anzeigenteil!) Dem „Hilfsverein der deutschen Juden" hat der General- Intendant der Königlichen Theater, Graf Hülsen, eine Spende von 5000 Mark für die Opfer der Verfolgungen in Kischinew zugehen lassen. Wie die „Israelitische Wochenschrift" berichtet, hat der Reichsstaatssekretär des Innern, Graf Posadowsky, auf eine Vorstellung des Redakteurs Klausner dem jüdischen Lehrerseminar in Berlin die Berechtigung zur Ausstellung von Zeugnissen für den einjährig-freiwilligen Militärdienst zuerkannt. Diese Entscheidung wird demnächst im Centralblatt für das Deutsche Reich veröffentlicht werden. Der „Deutschnationale Handlungsgehilfen-Verband, der so oft vorgibt, sich vorzugsweise mit den Berufsinteressen der Mitglieder zu beschäftigen, veranstaltete am 24. November einen „Sozial-

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