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Im deutschen Reich · 1903-11-01 · Heft 11 (November 1903) · p. 678

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
9 (1903)
Issue
Heft 11 (November 1903)
Article
Wien
Date
1903-11-01
Page
678 (sequence 3)
Language
German
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67s Im deutschen Reich. wir daher vor Euerer Exzellenz laut und eindringlich Beschwerde gegen die Duldung solcher Angriffe auf unsere physische und moralische Existenz seitens der k. k. Staatsanwaltschaften in Tirol und erwarten von der oft bestätigten Gesetzestreue und Gerechtigkeit Euerer Exzellenz, daß sie die zuständigen Staatsbehörden anweisen werden, gegenüber künftigen derartigen Rechtsverletzungen pflichtgemäß ihres Amtes Zu walten." <$> Petersburg, 5. Nov. Bei dem am 19° Nov. beginnenden Prozeß wegen des Kischinewer Blutbades wird* man unter den Angeklagten keinen einzigen Juden sehen. Alle gegen Juden vorgebrachten Beschuldigungen hat die Prokuratur fallen gelassen, sodaß dieser Akt der Gerechtigkeit unter der antisemitischen Presse Rußlands einen Entrüstungssturm hervorgerufen hat. (Wie verlautet, soll dem Zaren während seines Aufenthalts in Darmstadt durch den Großherzog von Hessen volle Aufklärung über die Einseitigkeit des ihm von dem Minister von Plehwe erstatteten Berichtes verschafft worden sein.) LH V ereiKSAKchrrchteN. Die am 15. Oktober abgehaltene allgemeine Versammlung des Centralvereins war so Zahlreich besucht, daß der Saal des „Geselligen Vereins der Gesellschaft der Freunde", Berlin W., Potsdamsstr. 9, bis auf den letzten Platz dicht gefüllt war. Der erste Vorsitzende des Centralvereinsvorstands. Herr Rechtsanwalt vr. Horwitz, eröffnete die Versammlung mit einer Begrüßungsansprache und erteilte dann Herrn Rechtsanwalt Hugo Sonnenfeld das Wort, der das Thema „Der Centralverein und die politischen Wahlen" in einem einundeinhalbstündigen Dortrage behandelte. Dieser Vortrag, der vielfach von Beifallskundgebungen unterbrochen wurde, ist an der Spitze dieses Heftes im Wortlaut wiedergegeben. Herr Rechtsanwalt vr. Horwitz drückte dem Vortragenden den Dank der Versammlung aus, deren Beifall zweifellos nicht nur dem glänzenden Redner sondern auch den von ihm entwickelten Grundsätzen gegolten habe. Hierauf bot der Vorsitzende eine Reihe von geschäftlichen Mitteilungen, wobei

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