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Im deutschen Reich · 1903-09-01 · Heft 9 (September 1903) · p. 562

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
9 (1903)
Issue
Heft 9 (September 1903)
Article
Herr A. Freudenthal aus Nakel
Date
1903-09-01
Page
562 (sequence 3)
Language
German
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562 Fm Deutschen Reich. Regierung in Palästina durch Benutzung der russischen Post vermehren. Hierzu kommt, daß gerade beim russischen Postamt die Konkurrenzmittel kaum gesetzlich sind, während die deutsche und französische Post streng äußern Boden anständiger beamtenmäßiger Verwaltung bleiben. Beispielsweise gibt die russische Post auf Markenverkauf starke Rabatte; Schnorrer erhalten nicht nur Kredit, sondern auch die Adressen europäischer Wohltäter geliefert. Am empörendsten ist aber, daß die russische Post die Frankatur durch türkische Briefmarken nicht anerkennt. Kommt ein nach Rußland gerichteter, mit türkischen Briefmarken richtig gestempelter Brief nach Jerusalem zurück, so fordert das russische Postamt von dem Absender den doppelten Betrag des Portos, als ob der Brief überhaupt nicht frankiert gewesen wäre. Da unter anderem Drucksachen in großen Massen mit dem Vermerk „reiuso par la censure“ zurückgehen, ist der Betrag dieser Strafporti nicht unerheblich, und es wird dadurch zu Gunsten der russischen Post ein starker Druck ansgeübt. Da der Absender aus russischen Untertanen besteht, über welche der russische Konsul Jurisdiktion hat, können sich die Absender der Verpflichtung, diese „Strafporti" zu zahlen, nicht entziehen. Umsomehr sollte es Pflicht der deutschen Juden sein, jedes Schreiben und jedes Bittgesuch, welches mit der russischen Post nach hier geht, einfach in den Papierkorb zu werfen. Bemerkt wird hierbei, daß die Gesellschaft „maschab sekenim“ sich stets der russischen Post bedient. Es wird demgemäß gewarnt, dieser Gesellschaft etwas zu geben, bevor sie in dieser Beziehung nicht andere Gewohnheiten angenommen hat. Neuerdings hat sich auch der Herausgeber des Palästina-Almanachs, A. M. Lunez der russischen Post bedient, so daß auch er eventl. von den Abnehmern seines Almanachs zu belehren wäre. Berlin. BL C. c2^ Den Uereinsnlitglie-ern geht diese Zeitschrift unentgeltlich M. Monnementsprek tut vicferyereimumgkieaer: pro Safer z Klart?. Preis der kMZeirmnmer: ZS Pfennig. NedsZtions-Burean des Eerrtral-Bereins fceiitfgöes! jüdischen Glaubens: Berlin NW., Karl-Straße 27Sf Orrergebäude. Fernsprecher Amt HI, Nr. 5767. Für die Redaktion verantwortlich: Alvbonse Leon. Berlin. Druck von Haasenstein & Vogler, A. G.. Berlin W. 8.

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