Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 9 (1903)
- Issue
- Heft 6-7 (Juni 1903)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1903-06-01
- Page
- 443 (sequence 10)
- Language
- German
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Vereinsnachrichten. 443 warst," heißt es in einem alten Spruch; es ist nicht verlassen, weil es sich selbst nicht verläßt. Angesichts des Blutbades in Kischinew denkt der Menschenfreund an den Tiefstand der Kultur, den er im zwanzigsten Jahrhundert nicht mehr für möglich gehalten, an die tierischen Ausbrüche ruchloser Frevler, die „wie aufgeregtes Meer sind," die sich nicht nur an den Juden, sondern an allem versündigen, was ihrer Ichsucht entgegensteht. Wir aber halten die Fahne des Idealismus und der Menschlichkeit hoch und glauben unerschüttert an die Unantastbarkeit der „Rechte, die droben .Hängen, ewig unveräußerlich!" A. L. Die Witwe des Herrn Albert Hirschland, Frau Franka Hirschland, Berlin W., Kleiststraße 1, welche im vorigen Jahre im Sinne ihres Gatten, eines langjährigen treuen Vereinsmitgliedes, dem Central-Dereine eine Spende von Tausend Mark widmete, um das Andenken ihres verewigten Gemahls als eines immerwährenden Mitgliedes im Vereine für spätere Zeiten sestzuhalten, hat ihre pietätvolle Hochsinnigkeit neuerdings abermals bewährt, indem sie am Todestage ihres Gatten, am 25. Mai, durch abermalige Zuweisung von Tausend Mark einen Albert Hirschland-Fonds für Rechtsschutzzwecke begründete und damit aufs neue die edle Absicht bekundete, die von uns vertretene Sache zu fördern und für dieselbe im besten Sinne anregend zu wirken.