Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 9 (1903)
- Issue
- Heft 6-7 (Juni 1903)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1903-06-01
- Page
- 442 (sequence 9)
- Language
- German
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442 Zm Deutschen Reich. wir Sie baten, uns möglichst 2 neue Mitglieder aus Ihrem Bekanntenkreise zuzuführen. Zu unserer großen Freude leisteten fast sämtliche Herren der Aufforderung Folge. — Es wurden unserem Verein 186 Personen zugeführt, sodaß wir jetzt ca. 950 Mitglieder in Hamburg - Altona zählen. — Nur einige wenige Mitglieder, und darunter auch Sie, werter Herr, haben bis heute gesäumt, durch die Anmeldung neuer Mitglieder dieser schönen Ehrenpflicht zu genügen, die Ihnen die Angehörigkeit zu unserem Verein auferlegt. Die Ueberzeugung, daß nicht Mangel an Interesse die Schuld an diesem Versäumnis tragt, gibt uns den Mut, Ihnen unsere damaligen Worte ins Gedächtnis zu rufen. Durch das Vertrauen unserer Glaubensgenossen an die Spitze der gemeinsamen Sache gestellt, glauben wir uns hierzu verpflichtet. Wir bitten Sie deshalb, unsere Mahnung nicht zu verübeln. Ersparen Sie uns die Enttäuschung, daß es immer noch Glaubensgenossen gibt, an deren Jndifferentismus selbst der Erfolg gerechter Bestrebungen scheitert, und beweisen Sie, daß Sie auch willens sind, im Interesse der Allgemeinheit Ihre Kraft einzusetzen. Diesem Schreiben war eine Postkarte mit folgendem Text beigefügt: Beitritts-Erklärung: Als neue Mitglieder zum „Central-Derein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" melde ich hierdurch an: Vor- und Zuname Genaue Adresse Jährlicher Beitrags) Mk. (Name und Adresse des anmeldenden Mitgliedes). *) Der Mindestbeitra g ist nach § 6 der Satzungen 2 Mark jährlich. Den Vereinsmitgliedern geht die Zeitschrift „Im deutschen Reich" regelmäßig unentgeltlich zu. Durch ähnliche Werbungen hat dem Central-Vereine Herr Dr. med. G. Feldmann mehrere Hundert Mitglieder in Württemberg zugeführt. Was unsere Ortsgruppen in Posen, Breslau und Beuthen, denen sich neuerdings auch die Ortsgruppe Königshütte zugesellt, leisten, wie erfolgreich sich die Herren Jac. Treumann in Bamberg, Hermann Jonas und Wilh. Steuer in Köln, H. Merzbach und Dr. Guggenheim in Offenbach a. M. u. a. m. bemüht haben, ist besonders an den Orten ihrer Tätigkeit so bekannt, daß wir uns damit begnügen können, ihnen auch an dieser Stelle für ihr erfolgreiches Wirken den herzlichsten Dank auszudrücken. „Israel ist nicht der-