Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 9 (1903)
- Issue
- Heft 3 (März 1903)
- Article
- Verblendung
- Date
- 1903-03-01
- Page
- 212 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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212 Im deutschen Reich- Merblmdung« 11. a^tt dem Januarheft dieser Zeitschrift hat der Prediger der! jüdischen Tempelgemeinde in Hamburg, vr. Paul Rieger, in einem „Verblendung" überschriebenen Artikel einen Sport gerügt, welchen der Prediger der Judenmission in Hamburg, Pastor Arnold Frank, durch Versendung der Monatsschrift „Zionsfreund" an zahlreiche Juden treibt, die dadurch zum Uebertritt verleitet werden sollen. Schon das Titelblatt dieser Schrift beweist, mit welchen Mitteln der aller Wahrscheinlichkeit selbst von Juden stammende Missionar den Seelenfang zu bewirken sucht. Ueberragt von dem siebenarmigen Leuchter und flankiert von der Bundeslade und dem brennenden Dornbusch zeigt sich da das Bild der Stadt Jerusalem hinter den Worten „Zionsfreund", darunter stehen im Jakobsstern die griechischen Initialen Jesu Christi, halbverdeckt durch das Wort Jerusalem in hebräischer Schrift. Das Inhaltsverzeichnis jedes Heftes aber ist auf eine geöffnete Thorarolle gedruckt, zu deren Seiten sich reicher Weintraubenschmuck befindet. Der Inhalt der Hefte entspricht vollständig dem Bestreben, unter der täuschenden Außenseite eines jüdischen Blattes minder Urteilsfähige anzulocken und zu Opfern eines traurigen Seelenhandels zu machen. Ein erbauliches Pröbchen von dem Inhalt des „Zionsfreundes" bietet der in dem Dezemberheft v. Js. enthaltene nachstehende Artikel, den wir unverkürzt wiedergeben, um zu zeigen, welche geistige Kost das mit jüdischen Emblemen verzierte Mijsionsblatt seinen Lesern bietet: Die Bekehrung zweier Töchter Israels. Einer hübschen jungen Jüdin war die Versuchung zu stark geworden. Daher wurde sie von ihren betrübten und entrüsteten Eltern in unser Magdalenenstist gebracht. In den ersten Tagen fand die Verzweiflung des armen Kindes, das sich aus den Freuden der Welt und dem Elternhause so plötzlich herausgenfstn sah, keine Grenzen. Sie hatte nicht den geringsten Blick für ihre Sünde, meinte nur, es sei ihr großes Unrecht geschehen. Sie wollte in ihrem kindischen Trotz keine Nahrung zu sich nehmen und