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Im deutschen Reich · 1902-11-01 · Heft 11 (November 1902) · p. 635

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
8 (1902)
Issue
Heft 11 (November 1902)
Article
Berlin / S.
Date
1902-11-01
Page
635 (sequence 9)
Language
German
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Korrespondenzen. 635 Brandenburg (Berlin und Wittstock, königl. Gymnasien), 4 in Weftpreußen (1 Danzig, städtisches Realgym., 1 Thorn, königl. Gymnasium, 2 Neumark, königl. Progymnasien), 5 in Posen (2 Stadt Posen, je 1 in Bromberg, Fraustadt, Meferitz am königl. Gymn.), 8 in Schlesien (5 in Breslau am städtischen Johannesgymnasium, 1 an der dortigen Oberrealschule, 1 an der städlischen Realschule zu Kattowitz, 1 am städtischen Progvmnastum zu Myslowitz), 22 in Hessen.Nassau (18 an den beiden Anstalten der jüdischen Gemeinde in Frankfurt a. Main, 4 an städtischen Gymnasien daselbst), 40 in Berlin (9 an Gymnasien, 7 an Realgymnasien, 3 an Oberrealschulen, 21 an Realschulen). — Es beträgt also die Zahl der jüdischen Oberlehrer im preußischen Staate 83, davon 18 an den Anstalten der jüdischen Gemeinde in Frankfurt, also ohne diese 65. Von den 83 haben 18 den Titel Professor mit dem Rang der Räthe IV. Klaffe. Da die Gesammzahl der Oberlehrer 6516 beträgt, ist der Procentsatz der Juden (ohne die Frankfurter Oberlehrer) 1. Unter den 2641 Oberlehrern an königlichen Anstalten sind 11 Juden 0,42 pGt, unter den 3855 an städtischen Schulen 54 1,4 pCt.; in Berlin sind unter 539 städtischen Oberlehrern 40 Juden --- 7,7 pCt. (Es mag nicht unerwähnt bleiben, daß der Procentiatz der jüdischen Schüler bei weitem größer ist). — Die Zahl der jüdischen anstellungsfähigen Cardidaten beträgt 14, davon die Hälfte in Hessen-Nassau, Plobandcn 4, Seminarmitglieder 1 (in Berlin). Wie im Vorjahre ist den statistischen Angaben über die höheren Schulen Preußens eine Uebcrsicht über die Personalverhältnisse der Oberlehrer in den Reichslanden und den meisten Bundesstaaten angefügt. In Elsaß.Lothringen ist die Zahl der jüdischen Oberlehrer dieselbe geblieben wie im Vorjahr, nämlich 10; Ncuanstellungcn von Juden fanden seit Juli 1897 nicht mehr statt. Es findet sich auch nur 1 jüdischer Eandidat mit Anstellungofähigkeit vom Dccember 1901, kein jüdischer Probandus. Von den dreizehn Bundesstaaten, deren Schulwesen ebenfalls im Anfang des Kalenders statistlfch behandelt wird, finden sich nur bei Oldenburg und Reuß j. L. Angaben über die Religion der Oberlehrer; in b.iden Fürsteuthümern sind nur Christen angcstellt. Für die größeren Bundesstaaten Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden fehlen leider noch immer Angaben gänzlich. 8. © Magdeburg, 2. November. Die antisemitische „Sachsenschau" schreibt: „Hans von Mosch legt im VundeSheim den Plan der Gründung einer radikal-antisemitischen Tageszeitung dar,

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