Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 8 (1902)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1902)
- Article
- Glogau
- Date
- 1902-10-01
- Page
- 581 (sequence 2)
- Language
- German
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Korrespondenzen. 581 des Vorstandes der hiesigen Synagogengemeinde. Den Glückwünschen des Vorstandes lieh dabei der stellvertretende Vorsitzende, Herr Matthias, denen der Repräseutanten-Versammlung der Vorsitzende derselben, Herr Julius Berg, Ausdruck, und als Ehrengabe beider Körperschaften wurde ein mächtiger silberner Tafelaufsatz überreicht. Der israelitische Frauenverein überreichte eine Jardiniere mit einer Adresse, welche Frau Luise Weißstein verlas. Im Namen des Magistrats beglückwünschte Herr Syndikus Jahn, im Namen der Stadtverordnetenversammlung der Vorsteher Herr Hoffmeister den Jubilar, der sich als langjähriger Stadtverordneter um die Stadtverwaltung Verdienste erworben hat. Der Deutsch-Jsraelitische Gemeindebund, zu dessen Ausschussmitgliedern der Jubilar gehört, übersandte durch seinen Vorsitzenden, Herrn Professor Philippson in Berlin, eine Adresse, die Herr Justizrath Friedmann verlas. Am Abend vereinigten sich die Mitglieder der Synagogengcmeinde im „Deutschen Hause" zu einem engeren Gemeindefest, bei welchem Herr Rabbiner vr. Lucas den Kaisertoast ausbrachte und Herr Jnstizrath Friedmann die Festrede hielt. — Der Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens sandte dem Jubilar, dem die Vercinssache rege Förderung verdankt, ein herzliches Glückwunschschreiben. Herr Immanuel Landsberger erwiderte darauf: „Ich wiederhole gern, daß jeder Jude und doppelt erst der Leiter einer größeren Gemeinde die Pflicht hat, die in heutiger Zeit nicht hoch genug zu schätzenden Bestrebungen des Vereins nach Kräften fördern zu helfen. Die reichlichen und nicht dornlesen Mühen müssen wenigstens den Lohn weisen lassen, daß in den jüdischen Gemeinden diese Arbeit Unterstützung, die Erfolge berechtigte Anerkennung finden!" Die „Neue Niederschlesijche Ztg." berichtet am 14. d. M.: „Graf Pückler-Klein-Tschirne feierte am vorigen Donnerstag in seinem Heimatsorte Rogau am Zobten seinen 41. Geburtstag. Als er am Freitag nach Klein-Tschirne zurückkehrte, brachte ihm seine Kapelle ein Abendständchen. Sonnabend früh wurden Reitübungen gemacht, wobei die Ortschaften Schönau und Doberwitz mit Musik besucht wurden. Am Sonnabend Nachmittag wurden noch zwei Musiker aus Sagau für monatlich 40 Mark und freie Station fest, engagiert, sodass nun die Kapelle des Grafen auf 16 Mann angewachsen ist. Das für den gestrigen Sonntag angctündigte Reiterfeft hatte eine ungeheure Menge Menschen auf das Stoppelfeld am Bahnhof Klein-Tschirne gelockt. Außer den 16 Musikern zu Pferde halten sich 39 Reiter eingefunden. Gegen ^2 Uhr jprengte Graf Pückler, begleitet von seinem Trompeter und 2 Herolden, heran. Nach Beendigung der Reitübungen brachte