Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 8 (1902)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1902)
- Article
- Antisemitismus und Wissenschaft
- Date
- 1902-10-01
- Page
- 537 (sequence 1)
- Language
- German
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Lelischvift kkstrslötttiüs SküWkl Stastsbßlgkr Dischtil Unlm. Trscheink fwölfmal im Sshrr. yilL JerHrg. Berlin, Oktober 1902. "glr. 10» Antisemitismus und Wifleufchaft. Ein Mahnruf an die deutschen Juden, von Prediger vr.PaulRieger»Hamburg, (Schluß.) III. DaS Wese» des ChristenthumS und das Wesen deS JudenthumS. Das moderne Christenthum soll, nach der Meinung Friedrichs des Großen, die er in einem Briefe an d'Alembert vom 18. Oktober 1770 kundgegeben hat, ebensowenig der Lehre Christi wie die Religion der Irokesen gleichen. Die Vorträge Harnacks über „das Wesen des Christenthums" scheinen diese Behauptung des großen Preußenkönigs zu bestätigen. Sein Buch bedeutet den ersten Schritt der Rückkehr zum Judenthum der Propheten. Bereits der konservative Philosoph Adolf Laffon hat im 58. Bande der Preußischen Jahrbücher (188b S. 379 u. 392) das Christenthum Harnacks ein modifiziertes Judenthum, die vergeistigte Religion Israels genannt, und damit die Juden» feindschast Harnacks entwaffnet. Acht Jahre später erklärte v. Frank (Profeffor in Erlangen) in seiner Geschichte und Kritik der neuen Theologie (1894 S. 338): „Das Ergebnis von Harnacks Dogmengeschichte kommt einer Vernichtung des spezifisch christlichen Glaubens, gleich.*