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Im deutschen Reich · 1902-09-01 · Heft 9 (September 1902) · p. 535

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
8 (1902)
Issue
Heft 9 (September 1902)
Article
Im Dienste der Menschlichkeit [Rezension]
Date
1902-09-01
Page
535 (sequence 3)
Language
German
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Eingesandt. 535 Er kehrt zurück, mit dem Eisernen Kreuz geschmückt. Er hat der Schule Geist hinausgetragen, und in der großen Zeit sich als Vertreter der neuen Generation bewährt. Nun wird das Vaterland, im Lichte des neuen Tages, auch diejenigen, die es bisher verkannt, zur Menschenwürde emporheben. Der dritte Theil „Am Jubeltage" ist eine Allegorie. Der „Genius der Schule", der einst mit stolzem Siegesmuth in's Leben trat, fühlt bei aller Freude über das Gewonnene ein geheimes Zagen, ob er auch alles erreicht, was ihm vorgeschwebt, und bange ist ihm um die Zukunft. Wenn im Laufe des Jahrhunderts auch manche Schranke fiel, die Mensch vom Menschen schied, der alte Haß wühlt im Offenen und im Geheimen fort und vergiftet die Menschenherzen. Doch „die Zeit" tröstet ihn. Ein kleines Jahrhundert ist im Meer der Ewigkeit nur ein Tropfen, und welche gewaltigen Wandlungen und Fortschritte hat es schon gebracht. Die Hoffnung auf bessere Zeiten giebt dem Genius der Schule den Muth, den Verlockungen des „Materialismus" zu widerstehen und der „Humanität" treu zu bleiben, die einst an seiner Wiege gestanden und in deren Geist er die Schüler erzogen hat. Mit der Apotheose des Stifters schließt die begeisterte Dichtung. Der großen Zahl der ehemaligen Schüler wird das dramatische Gedicht eine freundliche Erinnerung an ihre Jugendstätte sein. Sie haben Gelegenheit, auch ein Scherslein ihrer Dankbarkeit darzubringen; denn der Reinertrag ist für den Fonds zur Erhaltung und Errichtung von Freistellen bestimmt. M. T. -2K ßingesandt. Israelit. Lehrerinnenheim in Steglitz, Albrechtstr. 41, gegründet 1899 für deutsche Lehrerinnen. In Lrchterfelde, Karlstr. 112, kam ein Gebäude unter Dach und Fach, welches im höchsten Sinne des Wortes dazu bestimmt ist, ein „Heim" zu werden. Das durch die Hochherzigkeit des Ehepaares Wygodzinsky, Berlin, Bellevucstr. 7, dem Verein „Israel. Lehrerinnenheim" gestiftete neue Haus ist ein Verbild und ein Mahnruf für Alle, die ein mitfühlendes Herz haben, aber auch eine Hand, die helfen kann! Und wo thut Hilfe mehr noth, als da, wo Alter und Arbeitsmüdigkeit sich zu Mangel und Vereinsamung gesellen. Wahrlich die Frauen und Mädchen, die ihr Leben in Hingabe und Pflicht-

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