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Im deutschen Reich · 1902-08-01 · Heft 8 (August 1902) · p. 465

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
8 (1902)
Issue
Heft 8 (August 1902)
Article
[Ohne Titel]
Date
1902-08-01
Page
465 (sequence 7)
Language
German
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Bneflasien Der Redaktion. ]G’> friedlichen Ansgleichs mit der polnischen Bevölkerung zu sehen. Wir rathen Herrn Di-. Jeremias, sich in unsere zehn Leitsätze zu vertiefen und sich mit uns in religiöser Beziehung für den Glauben unserer Väter, in politischer für das Vaterland zu begeistern. Dann wird er erkennen, das; wirkeine neue „muthige Aktion" brauchen, um uns „Respekt" zu verschaffen, und daß wir noch weniger die Drohung ernst zu nehmen haben, „der Zionismus werde uns den Wind aus den Segeln nehmen". Wir geben uns vielmehr der Hoffnung hin, die Wärme, die in vielen jüdischen jugendlichen Herzen für den Zionismus erglüht ist, werde nicht fruchtlos verdampfen, vielmehr unfern Bestrebungen für Recht und Wohlfahrt aller deutschen Juden mit der Zeit zu statten kommen. Es ist nöthig, daß, wenn einst unsere Stämme brechen, aus der jüdischen Jugend neue und starke Stützen erstehen für die Vertheidigung eines Deutschthum und Judenthum mit gleicher Liebe umfassenden Geschlechts! Briefkasten der Redaktion. A. S. Berlin. „Höre Israel" heißt der die Judenstage behandelnde erste Artikel einer Reihe von Essavs, welche Dr. Walter Rathenau unter dem Titel „Impressionen" erscheinen ließ, nachdem er einen Theil dieser Aufsätze bereits unter dem Pseudonym W. Hartenau in der „Zukunft" veröffentlicht hatte. Das Effay „Höre Israel" mit welcher der jüdische Schriftsteller wohl nur hervortrat, um seinen Glaubensgenoffen in satirischer Fonn Buße zu predigen, und durch Selbstzucht dem Antisemitismus jede Berechtigung zu nehmen, hat Aufsehen erregt. Mit der Büßpredigt sind die Antisemitenblätter natürlich sehr einverstanden, weniger mit dem ihnen kaum unbekannten Zweck derselben. Die „Staatsbürger-Ztg." schreibt: „Schärfer kann das Judenthum mit allen seinen abstoßenden häßlichen Raffeeigenschaften von einem antisemitischen Schriftsteller kaum ge.

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