Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1902-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1902) · p. 391

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
8 (1902)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1902)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1902-06-01
Page
391 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
address
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2316602-2316689-2316695--09760-2329901
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Vereinsnachrichten. 391 Dr. Horwitz zu dem Hinweis auf die erhebliche Verbreitung, welche unsere Schriften überhaupt finden, und insbesondere die viel besprochenen „Leitsätze für deutsche Juden", die Schrift „An das Gewissen des deutschen Volkes", von welcher die Mitglieder durch das Bureau des Vereins noch unentgeltlich Exemplare zum />weck der Verbreitung erlangen könnten. Hierauf wurde die Versammlung, durch welche wieder dem Central-Vereine eine größere Anzahl neuer Mitglieder gewonnen wurde, geschlossen. A. L. Ein kurzes Dankschreiben, welches der Gesandte der südafrikanischen Republik, Dr. Leyds, am 15. Jan. d. Js. dem Verfasser dev politischen Bilderbogens Nr. 34 „Der Burenkrieg", Herrn Mar Bewer in Dresden für Uebersendung seines Machwerks zugehen ließ, hat bei Vielen die irrthümliche Annahme erweckt, daß der diplomatische Vertreter der Buren mit dem antisemitischen Inhalt des gehässigen Bilderbogens einverstanden sei. In verschiedenen antisemitischen Blättern wurde sogar das, was der bekannte Bilderbogen-Schriftsteller Bewer über den angeblieben Anthei! der Inden an dem traurigen Kriege in Südafrika behauptet hatte, Herrn Dr. Leyds in den Mund gelegt- Die „Deutsch-Sozialen Blätter" brachten am 13. Februar d. Js. einen langen „Ein Dank von Dr. Leyds" überschriebcnen Artikel und veröffentlichten fast in jeder Nummer ein Inserat der „Deutsch-nationalen Buckhandlung und Verlagsanstalt", wclckcs „Dank von Di. Levds" uberscknicben war und außer dem Vöortlant der erwähnten böflicben Empfangsbestätigung eine Emvfcbtnng des ominösen Bilderbogens enthielt. Da wir hinreichenden Grund zu der Annahme hatten, daß .Herr Dr. Leyds gar nicht daran denken kenne, die Inden für die Anstifter des Burenkrieges zu halten oder auszugeben, haben wir einen doch angesehenen Glaubensgenossen in Brüssel ersucht, Herrn Dr. Levds aufzusuchen und mündlich über den Mißbrauch auszutlären. der von antisemitischer Seite mit seiner (Empfangsbestätigung getrieben wurde. Herr Dr. Leyds erklärte durch den vctrcfiendcn Herrn sofort: .,<iue s*il avait accusc reception de rimage. cVtait par simple forme de politesse, et <[U*il deplorait, qu‘on eüt pu faire un usage tendencieux dt* sa lettre“ („daß cs nur ein Akt der Höflichkeit gewesen sei, wenn er den Empfang des Bilderbogens bestätigt habe, und beklage, daß man von feinem Schreiben einen tendenziösen Gebrauch habe machen können"). Nach einiger Zeit theiltc Herr Dr. Leyds dem betretenden Herrn schriftlich mit, daß er in Folge der mit ihm gehabten Unterhaltung an Herrn Map Bewer in Dresden ein Schreiben gerichtet habe, von dem er sich beehre, eine Abschrift beizusügen. Die uns

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.