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Im deutschen Reich · 1902-05-01 · Heft 5 (Mai 1902) · p. 285

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
8 (1902)
Issue
Heft 5 (Mai 1902)
Article
Berlin
Date
1902-05-01
Page
285 (sequence 3)
Language
German
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Korrespondenzen. 285 in der Buchdruckerei von Rudolf Mofse, ein Goldarbeiter bei der Juwelierfirma Eugen MarcuS, ein Lithograph, der vier Semester die Kunstakademie in Berlin besucht und sich zum Maler ausgebildet bat, zur Zeit in Riga beschäftigt. In dem Bericht über das „Märkische Haus für Krankenpflege zu Berlin" für das Jahr 1901 wird wörtlich gesagt: „Unsere Aussichten auf ein schnelleres Wachsthum waren schon bedeutend geschwächt durch die im Jahre 1896 erfolgte Gründung des Vereins jüdischer Krankenpflegerinnen hierselbst, weil manche Spende, auf die man sonst vielleicht hätte rechnen können, nun einen anderen Weg geleitet wurde. Denn es ist eine unzweifelhafte Thatsache, daß, von den streng kirchlichen Kreisen abgesehen, die jüdischen, welche am meisten in der Hand zu haben pflegen, diese auch am willigsten öffnen." Der Vorsteher des Berliner Thierschutzverems" und des „Deutschen Lehrer-Thierscbutz-Vereins", Hans Beringer, hat am 22. April das Zeitliche gesegnet. Er hat 42 %ihxt hindurch die Thierschntzbewegung gefördert und der letzteren sich in den letzten 16 Jahren seines Lebens vollständig gewidmet. Selbst aller Unfreiheit abhold, hat er, der im Jahre 1848 in Baden unter Hecker und Struve gekämpft, in seinem Eifer für den Thierjchutz sich in späteren Lebensjahren den Schachtgegnern zugesellt und leider die Pläne der Antisemiten gefördert, deren sonstige Inhumanität ihm im tiefsten Herzen zuwider war. Die „Deutsche Tageszeitung" brachte am 23. April folgende Nachricht: „In Elberfeld wurde eine ganze Gesellschaft jüdischer Falschmünzer verhaftet. Die Juden hatten Einmarkstücke hergesteüt Es sind: Wittwe Schnickmann, ihre beiden uuverheiratheten Tochter und ihr Sohn, der Sattler Robert Schrnckmann: ferner der Pfandvermittler Abraham Schnickmann und dessen 12 jährige Tochter, sowie der Installateur Ernst Schnickmann. Hauptfälscher soll Abraham gewesen sein." — Am 6. Mai sah sich die „Deutsche Tageszeitung" veranlaßt, Nachstehendes zu veröffentlichen.- „Düsseldorf, 4. Mai. Die wegen Falschmünzerei verhaftete Familie Schnickmann sollte, wie es hieß, jüdischen Glaubens sein. Diese Angabe ist nach den Ermittelungen des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens unrichtig." Von der rastlosen Thätigkeit der antisemitischen deutschsocialen Reformpartei giebt ein Verzeichniß der von derselben in der Zeit vom 15. September 1901 bis 31. März 1902 veranstalteten Versammlungen deutliches Zeugniß. In Berlin wurden 19 Versammlungen abgehalten, in denen Graf Pückler achtmal, Bruhn fünf-

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