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Im deutschen Reich · 1902-04-01 · Heft 4 (April 1902) · p. 240

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
8 (1902)
Issue
Heft 4 (April 1902)
Article
Berlin
Date
1902-04-01
Page
240 (sequence 4)
Language
German
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240 Im deutschen Reich. finden. - Der Bau der neuen Mädchen-Abtheilung ist bereits begonnen worden und dürfte bis Ende dieses Jahres fertiggestellt sein. Die gärtnerischen Kulturen, welche vielfach unter der Ungunst der Witterung litten, brachten einen Jahresgewinn von 4900 Mk., sämmtliche Betriebe zusammen 11100 Mk. An größeren Geschenken sind der Anstalt 104200 Mk. (davon 40000 >M. aus dem Nachlaß des Herrn Jacob Plaut) zugegangen; die Jahresbeiträge stiegen auf 13418, die Spenden auf 14*242 Mk. Die Ausgaben beliefen sich auf insgesammt 49 822 Mk. Das Vermögen hat die Höhe von 310800 Mk. erreicht. Die bereits seit 90 Jahren bestehende „Gesellschaft Zur Verbreitung der Handwerke und des Ackerbaues unter den Juden im Preuß. Staate" hat ihren Jahresbericht für 1901 versandt. In dauernder Pflege und Unterstützung waren 65 Lehrlinge, die von 4 Handwerksmeistern beaufsichtigt wurden. Drei Elektrotechnikern und einem Maschinenbauer wurden Stipendien zum Besuch höherer Fachschulen gewahrt. 'Auch einige Zöglinge der landwirthschaftlichen Schule zu Ahlem wurden unterstützt. Ter neuen Arbeitertolenie in Weißensee ist ein dreijähriger Zuschuß mit Rücksicht darauf gewährt worden, daß in derselben die Kolonisten im Handwerkelberuf ausgcbildet und beschäftigt werden. Zeitweise wurden 6 Lehrlinge unterstützt; 6 Gesuche sind noch in der Behandlung. Auch in diesem Jahre werden für hervorragende Leistungen und Führungen Prämien aus den zur Verfügung stehenden Stiftungen vertheilt werden. An Mitgliederbeiträgen sind 4545 Mark, aus Zinsen 3898,10 Mark, aus Legaten und Geschenken 2310 Mark eingegangen. Auogegeben wurden für Lehrlinge 4157,20 Mark, für Schulzwecke 1532,40 Mark, für Darlchn au Meister 190o Mark. Aufnahmegesuche sind an der: Vorsitzenden Herrn Leopold Lesser, Krausnickftrasre 3a, zu richten. Dem Gesuche sind das Schulzeugniß, der Lehrvertrag und ein Zeugnrß des Meisters beiznlegen. # Neu-Ruppin, 3. April, lieber die hier im Köhler'schen Saale von der deutsch-socialen Rcformpartei veranstaltete, von Mitgliedern aller Parteien besuchte Versammlung, berichtete die „Neu- Ruppiner Ztg.": „Zunächst nahm Herr Dr. Giese aus Berlin das Wort, um im langen Phrasendru.sch alle möglichen Fragen von dem reaktionären antisemitischen Standpunkt aus zu beleuchten. Zahlreiche erregte Zwischenrufe belehrten den Redner bald, daß er keine gedankenlose antisemitische Gesellschaft vor sich hatte. Da die vom Redner vorgebrachten Mätzchen nicht, zogen, holte er das alte Rüstzeug der Antisemiten hervor; er schleuderte Verdächtigungen gegen

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