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Im deutschen Reich · 1902-04-01 · Heft 4 (April 1902) · p. 194

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
8 (1902)
Issue
Heft 4 (April 1902)
Article
Jahresbericht
Date
1902-04-01
Page
194 (sequence 2)
Language
German
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194 Im deutschen Reich. hiesigen Repräsentantenkollegiums war, Herrn Rabbiner Dr. S. Hahn, der in Charlottenbnrg gestorben ist, und den in Rakel verstorbenen Brauereibesitzer Simon Herr mann. Ganz besonders schmerzlich aber bewegt uns der Verlust eines unserer angesehensten Vorstandsmitglieder, des Geheimraths -Professor Or. Julius Wolfs, der vor wenigen Tagen aus seinem arbeitsreichen Leben plötzlich abgerufen wurde, der auch unserm Verein stets das wärmste Interesse zuwendete, wenn Sie auch wohl kaum Gelegenheit hatten, ihn hier in öffentlicher Versammlung an unserer Seite oder am Vorstandstisch zu begrüßen. An internen Berathungen hat er sich wiederholt betheiligt. Der Vorstand hat einige Veränderungen durch Austritte erlitten, indem Herr Dr. Raphael Löwenfeld und Herr Professor Dr. Landau, zu unserem lebhaften Bedauern erklärten, daß sie für die weiteren Arbeiten des Vorstandes die nötige Zeit nicht abgewinnen könnten und deshalb austreten müßten. Dagegen ist es uns gelungen, eine neue Kraft in der Person des Herrn Oskar Berlin zu gewinnnen, der sich bereits in der kurzen Zeit seiner Zugehörigkeit zu uns als außerordentlich fleißiges Vorstandsmitglied bcthätigcn konnte. Die Vorstandssitzungen, die regelmäßig am ersten Montag jedes Monats stattsinden, sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr stets iunegehalten worden und haben sich eines regen Besuchs erfreut. Wir hatten oft bis in die Nacht zu berathen. Die Rechtsschuhkommission und die Redattiouskommifsion sind diejenigen Kommissionen, in denen wohl die meiste Arbeit geleistet wird. Sie haben auch in dem abgelaufeneu Jahre das Ihre gethan, die Nechtsschutzkommission verstärkt durch die neu eingetretenen Mitglieder, Herrn Rechtsanwalt Dr. Brodnitz, der unmittelbar nach mir den Rechtsschuhbericht erstatten wird, und durch Herrn Gerichtsasseffor Dr. Sieskiud, der sich bereits seit einer Reihe von Monaten an unseren Verhandlungen betheiligt. Besonderen Dank schulden wir an dieser Stelle auch unserem Bureau, das eine steigende Arbeitslast in musterhafter Weise bewältigen konnte. Der Maaßstab für derartige Bureauthätigkeit ist ja immer die Zahl der Eingänge. Ich darf Ihnen mitiheilen, daß die Eingänge, die im Jahre 1899 4891 betragen haben, die dann im darauf folgenden Jahre auf 5000 stiegen, im abgelaufenen Jahr 5346 betragen haben. 5346 Briefe und Drucksachen, die in einem Bureau eingehen, bedürfen, glaube ich, einer sehr sorgsamen Bearbeitung, wenn dabei nicht Rückstände entstehen sollen, und wir haben besonders

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