Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 8 (1902)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1902)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1902-02-01
- Page
- 121 (sequence 11)
- Language
- German
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Briefkasten der Redaktion- 121 Unmittelbar vor dem Abschluß dieses Heftes geht uns die schmerzliche Nachricht von dem Hinscheiden eines hochgeschätzten Mitgliedes des Central-Vereins-Vorstands zu. Nach kurzem Krankenlager ist am 18. Februar Herr Geh. Medizinalrath, Pros, der Chirurgie an der Berliner Universität, I)r. Julius Wolfs, in fast vollendetem 66. Lebensjahre verschieden. Die Berliner Universität verliert einen treuen, hingebungsvollen Lehrer, die Berliner Aerzteschaft einen ausgezeiämcten Collegcn und seine große Klientel einen menschenfreundlichen Berathcr. Julius Wolffs Werke die „Architcctur der Knochen" und das „Gesetz von der Transformation der Knochen" sichern seinem Namen einen bleibend ehrenvollen Platz in der Geschichte der wissenschaftlichen Medicin. Neben diesen mehr crkenntnißtheoretischen Arbeiten pflegte Julius Wolff mit großem Erfolge das Gebiet der Orthopädie, und in der Ausführung gewisser plastischer Operationen hat er sich eine staunenerregende Virtuosität erworben. Er nahm lebendigen Antheil an der Entwickelung des bürgerlichen Liberalismus und widmete der von uns vertretenen Sache nicht nur die lebhaftesten Sympathien, sondern bethciligte sich an den Arbeiten des Central-Vereins-Dorstands, so weit seine vielseitige Thätigkeit dies irgend zuließ. Diesem ausgezeichneten Mitarbeiter an unserem großen Werke folgt unser inniger Dank in die Ewigkeit nach. LH Briefkasten der Redaktion. D. L., Berlin. In der Neichstagsdcbatte über die „Jesuiten- Jnterpellation" bedauerte der Abg. Stöcker die Heftigkeit der Polemik zwischen dem Evangelischen Bunde und den Katholiken, und empfahl den von dem Breslauer Fürstbischof Diepcnbrock zuerst angeregten „Wettstreit der größeren Liebe", für den Fall aber, daß der Kampf der Konfessionen weiter geführt werde, „daß er mit Wahrheit geführt werde." Jedes hinzugefügte Wort dürfte den Eindruck dieser Mahnungen des für „Liebe und Wahrheit" begeisterten „lheuren Gottesmannes" nur beeinträchtigen. F. V., Berlin. Wahrscheinlich hat der Nakeler Bericht in unserm Januar-Heft die Redaktion des „Butower Tageblattes" dazu veranlaßt, sich über den Vorfall im Nakeler Schlachthofe bei der Verwaltung desselben zu erkundigen. In dem von dem Polizei-Thierarzt Schrempf darauf ertheilten Bescheide heißt es wörtlich: „Ein starker