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Im deutschen Reich · 1901-11-01 · Heft 11 (November 1901) · p. 646

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
7 (1901)
Issue
Heft 11 (November 1901)
Article
Jos. Feiner [Rezension]
Date
1901-11-01
Page
646 (sequence 3)
Language
German
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r>46 Im deutschon Reich. Sckönen nicht dahin gekommen sind, wohin wir gelangen wollen, daß vielmehr nur in der Erziehung durch das Wahre, durch das Gute, durch das Schöne unsere schwere, aber schöne und stolze Ausgabe gelöst werden kann." Der Herr Verfasser hat wohl hier, fortgerissen von seiner Begeisterung für die Sache, der er das Wort redet, übersehen, daß Ziel und Mittel sich nicht nur nicht ausschließen, sondern gegenseitig bedingen. Erkennt doch F. das Postniat Pestalozzis durch Arbeit zur Arbeit zu bilden an. Nicht neu, aber mit Recht stark betont ist von F. die Forderung, daß eine „engere Beziehung zu den Eltern und entlassenen Schülern" hergestellt werde. Wir wünschen von Herzen, daß die mannigfachen Schwierigkeiten, die der Erfüllung dieser Forderung in großen und kleinen Orten entgegenflehen, durch beiderseitiges Entgegenkommen von Schule und Hans allenthalben gehoben werden und ein einträchtiges Zusammenwirken eintrcte. Um den Geisteshunger der schulentlassenen Jugend zu stillen, empfiehlt der Vrf. Familienabende, die je nach den örtlichen Verhältnissen gestaltet von einem pädagogischen und einem religiösen Gesichtspunkte beherrscht sein sollen. Wenn F. diese Institution mit den evangelischen Junglingsvercinen vergleicht, so liegt die Vennuthunz nahe, daß von jenen beiden Gesichtspunkten der eine den anderen bedinge oder gar beherrsche; davor möchten wir warnen, wenn nicht Lao politische und religiöse Gemeindelebcn die Gegensätze ausgleicht. Da wir an jenen Familienabenden unsere Mutter und Töchter nicht vermissen wollen und können, klingt cs etwas bedenklich, wenn F kurzer Hand die Frauenemanzipation einen Schlaugenruf nennt. Man sollte nie versäumen zu sagen, was man sich unter jenem Worte denkt und wie man es umschreibt, wenn man davon und darüber spricht. Da F. der eben erwähnten Methode durch Arbeit zur Arbeit zu erziehen mit gutem Fug zustimmt, so ist er auch Anhänger des Handfertigkeitsunterrichts und schließt sich den Thesen an, die von Scherer-Worms in der Kölner Versammlung vorgeschlagen und von F. S. 13 f. wiederholt sind. Im Verfolg davon will F. zwar die Kinder dem Handwerke wieder zugeführr wissen, selbst aber keine Propaganda dafür machen „im Zeitalter der Maschinen und des wirthjchaftlichen Niederganges des Handwerkerstandes." Die Kraft, die §. hier spart, will er verwenden zur Verbreitung der Bodencultur unter den Juden. Wir erkennen neidlrK an, daß der Mahnruf von Hamburg ausgegangen ist, und.wünschen, . aß er die im Judenthum schlummernden Triebe immer mehr wecke. Möge auch die Begeisterung Ferners sich denen mi teilen, die mit ihm arbeiten wollen und können zum Heile der Familie und der Schule im Judenthum! B.

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