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Im deutschen Reich · 1901-10-01 · Heft 10 (Oktober 1901) · p. 553

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
7 (1901)
Issue
Heft 10 (Oktober 1901)
Article
Berlin
Date
1901-10-01
Page
553 (sequence 5)
Language
German
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Korresvondcnzen- 553 von Charlottenburg, in welcher der Verstorbene nach seiner Emeritierung noch mehrfach als KanZelredner gewirkt hat, durch besondere Abordnungen vertreten. Die Grabrede hielt der Neffe des Dahingeschiedcnen, Rabbiner Dr. Paul Rreger aus Potsdam. ly* Halberstadt, 1. Oktober. Das hiesige „Jntelligenzblatt" berichtet: „Die hiesige jüdische Gemeinde hat durch das Ableben des Herrn I)r. Siegmund Auerbach, der nach 28jähriger ersprießlicher Thätigkcit als Rabbiner der Gemeinde und Leiter der jüdischen Schule, nach längerem Leiden verschieden ist, einen schweren Verlust erlitten. Nicht allein in allen Kreisen seiner Gemeinde, sondern auch bei allen denjenigen seiner Mitbürger, die Gelegenheit hatten, in nähere Berührung mit ihm zu treten, erfreute er sich sowohl wegen seiner hohen geistigen Fähigkeiten, als auch wegen seiner großen Herzensgute allgemeiner Beliebtheit und Anhänglichkeit. Aber auch weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus galt sein Ruf. So gehörte er dem Vorstande des Deutschen Nabbinerverbaudes au und war Vorsitzender des Kuratoriums des Rabbiner-Seminars in Berlin." — Tie am 24. September abgehaltene Trauerfeier gab von der großen Verehrung, welche der Tahingeschiedeue in den weitesten Kreisen genoß, ein glänzendes Zeugniß. °A Breslau, 9. Oktober. Zwei Hauptstützen der aurijemitischen Partei in Breslau, der Prokurist Pauli und der Reifende Laster der großen Drogensirma Reimann u. Schneider, wurden wegen jahrelang betriebener Unterjchleise verhaftet. □ Stettin, 2. Oktober. Die „Neue Stettiner Ztg." berichtet: Zur Theilnahme an den Zolltarif-Verhandlungen wurden von liier die Herren Mar Lewin, in Firma S. Lewiu, und Leopold Juda als Versitzende des Eentralverbandes der Deutschen Herrenkleider-Fabrikanten vom Handelsminister eingeladen. # Könitz, Oktober. Bor dem hiesigen Schöffengericht gelangte am 27. September die Beleidigungsklage des Restaurateurs Julius Heinrich gegen den Schneidermeister Otto Plath zur Verhaudlung. lieber dieselbe berichtete die „Ostd. Tageszeitung" u. a.: „Von Herrn Plath stammt bekanntlich die Packleinwand, in der der Rumpf des am 11. März 1900 ermordeten Gymnasiasten Ernst Winter aufgefunden wurde. Plath gab s. Zt. an, er habe mit einer jüdiscken Händlerin in Geschäftsverbindung gestanden, und so könne die Packleiuwand mit in deren Besitz gelangt sein. Dies mag mit die Veranlassung gewesen sein, daß der Berliner Privatdetektiv Schiller seine Aufmerksamkeit Plath zuwaudte und mit ihm Freundschaft anzuknüpfen suchte.

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