Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 9 (September 1901)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1901-09-01
- Page
- 493 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2316602-2316676-2316685--08606-2328397- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
v. Kramer künstlerisch ausgestaitete Adresse in einem von Herrn Bros. Stuck meisterhaft gemalten Kästchen. Es erschienen dann die Abordnungen verschiedener humanitärer israelitischer Vereine. Hieran reihte sich die VorstandZchüft der Auwültskammer, worauf eine Abordnung der Beamten des Zellengefängnisses unter Führung des Herrn Regierungsraths Baumgärtl folgte. Die städtischen Kollegien hatten ein Glückwunschschreiben, die Kommission für Ferienkolonieen für arme,' kranke Schulkinder, deren Mitglied der Jubilar ist, eine Adresse übersandt. Von den übrigen Adressen erwähnen wir diejenigen des „Deutsch- Israelitischen GemeiNdeLunds", des „CenLralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens", welche beide die Ernennung zum Ehrenmitglieds enthalten, und des „Bayerischen Rabbiner-Verbandes"—- Im Namen der Kultusgemeinde sprach der zweite Vorstand Herr M. Fechheimer, in dem der Rabbiner Bayerns Herr Rabbiner Dr. Ziemlich, für den „Deutsch-Israelitischen Gemeindebund" Herr Kommerzienrach Gallinger, für unfern Verein unser bewährter Nürnberger Vertrauensmann Herr Martin Le brecht. Vor Ueberreichung der künstlerisch ausgestalteren Adresse verlas Herr Lebrecht den Wortlaut derselhen: Hochverehrter Herr Geheimer Rath! Der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, die größte Vereinigung der deutschen Irden, als deren Vorstandsmitglied Sie durch Rath und Lhat überaus segensreich gewirkt haben, dankt es wesentlich Ihrer verdienstlichen ThaLigkeit und Ihrem Ansehen, daß ihm Zahlreiche bayerische S!aubenSgeuosson ihre Sympathien Zugewandt und daß er dadurch die Möglichkeit gewonnen hat, als eine Vertretung von mehr als 100000 deutscher Juden die VertheidigunF der staatsbürgerlichen Rechte der Glaubens* genossen mit verstärkter Kraft Zu führen. Ist dies auch nur ein Theil der vielen Verdienste, die Sie Sich Ln einem thatenreichen Leben auf den verschiedensten gemeinnützigen Gebieten erworben haben, so werden Sie doch, wie wir hoffen, an dem bedeutungsvollen Abschnitte Ihres Lebens, welchen wir heute mit Ihnen als einem der Lustigen feiern dürfen, auch auf diese Erfolge mit voller Befriedigung zurückblicken und der auftichtigen Dankbarkeit aller unserer ZereinLnütglieder versichert sein. Um diesem Dance einen best aderen Ausdruck zu geben, hat der Vorstand einstimmig beschlossen, Sie, hochgeehrter Herr Geheirnrach, zu dem ersten Ehrenmitglieds des CenLralvereinZ zu ernennen. Wir sind uns bewußt, daß der Verein dadurch sich sselbst ehrt, und wir geben uns der Hoffnung hin, daß Sie in diesem Sinne die EhrenmitglieLschast freundlich armehmen und daß es uns vergönnt