Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 9 (September 1901)
- Article
- Konitz
- Date
- 1901-09-01
- Page
- 485 (sequence 3)
- Language
- German
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Dr. Krause von der Strafkammer zu Fischhausen zu 309 M. GLstrafe verurtheilt worden. Dieselbe hatte in einem Schreiben au Leu LandraLH Grafen Kayserlingk an diesen das Ansinnen gerichtet, die beiden AerZte der Kreiskrankenkaffe, Kreisphysikus Dr. Israel mit> Dr. Michaelis, ihres Amtes zu entsetzen. An ihre Stelle möge der Herr Landrath, der jüdische Aerzte zu begünstigen scheine, den praktischen Arzt Dr. Krause zum Kassenärzte ernennen. In diesem Schreiben wurde von der Kammer keine Beleidigung erblickt, wohl aber in einem zweiten Schreiben der Frau Dr. Krause an die Oberstaatsanwaltschast, in welchem sie dem Fischhausener Schöffengericht den Vorwurf der Bestechlichkeit und der Rechtsbeugung in einer Verhandlung wegen Körperverletzung gegen den Hotelbesitzer Warstar aus Kraxtapellen machte. SB. sollte, nach der Ansicht, des Ehemannes der Angeklagten, eine Person mit einem Messer verletzt haben, wahrend die anderen in dem Prozeß vernommenen Sachverständigen bekundeten, daß nach ihrem Ermessen die Verwundungen durch die Splitter einer zerbrochenen Flasche hervorgerufen seien. — Auf Beschwerde des Rechtsanwalts Vogel gegen den ablehnenden Beschluß der Konitzer Ferienstrafkammer hat der Feriensenat des Oöerlandesgerichts zu Marienwerder auf Aufhebung des Haftbefehls gegen den Baroiergehilfen Giede erkannt. Siede wurde demzufolge auZ der Untersuchungshaft, in der er sich seit Mitte Juli wegen des Verdachts, den Synagogenschuppen in Brand gesteckt zu haben, entlassen. Gegen den andern in besagter Angelegenheit Beschuldigten, den Arbeiter Daehnert, dauert dagegen die Untersuchungshaft fort. — Hier ist am am 22. August auf polizeiliche Veranlassung aus dem Schaufenster des Buchhändlers Schleimingen die von Gustav Ad. Dewald in Berlin vertriebene Ansichtskarte entfernt und beschlagnahmt worden, auf welcher der Entwurf eines Denkmals für den am 11. März 1900 ermordeten Gymnasiasten Ernst Winter abgebildet und eine Inschrift, die Len unaufgeklärten Mord als eine That einer Sekte der Juden bezeichnet, zu lesen ist. Die Beschlagnahme sämmtlicher derartigen Karten erfolgte im Laufe Leffelben Tages. # GranLenZ, 1. September. Von der hiesigen Strafkammer ist der Arbeiter Karl Jgnec, welcher während eines jüdischen Begräbnisses den celebrierenden Beamten durch nachahrnende Worte gestört und wiederholt „Hepp, hepp" gerufen hatte, wegen Störung einer gottesdienstlichen Handlung zu zwei Monaten GefLngniZ verurtheilt worden. * Snessn, 1. September. In der vorgestrigen Stadtverordneten- Sitzung. Lheilte der stellvertretende StaLtverörLneten-Vorfteher, GyR-