Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 9 (September 1901)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1901-09-01
- Page
- 475 (sequence 12)
- Language
- German
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eingedenk der Leiden, welche die Hunde von den Menschen erdulden müssen, Mitleid mit den armen Juden haben, die in Egypten zm Hundeleben führten. Gerührt sagte der führende Hund: ,Wir werden euere Flucht durch kein Bellen verrathen; jeder Dienst verlangt jedoch einen Gegendienst. Ich verlange, daß die Juden kern Schweinefleisch essen sollen; die Egypter essen es ohnehin nickt, und so bliebe alles Schweinefleisch für uns Hunde allein? -Abgemacht", rief Moses. Der Vertrag wurde geschlossen und die Hunde bellten nicht . . . Die modernen Juden essen aber Schweinefleisch — und darum bellen jetzt die Hunde. Mit anderen Worten: Der starre Egoismus, der krasse Brotneid ist es, der unedle Gemüther zu Haß und Verfolgung reizt . . A. L. AosrsAsAderrzes. Berlin, 20. September. Trotzdem wir das Gebühren des B e rl i n er T h i e rsch u tz v e re i n s in unserer Zeitschrift (Heft 10 Zahrg. YX S. 501-genügend gekennzeichnet haben, fährt derselbe fort, unter derFlagge des Thierschutzes der antisemitischen Agitation gegen das Schächte:? Vorschub zu leisten, und unseren Glaubensgenossen zuzumuthcn, Lurch ihre Unterschriften ihn in diesem Vorgehen zu unterstützen. Wir glauben, daß dieser kurze Hinweis genügen wird, unsere Mitglieder vor diesem „Gimpelfang" zu schützen. Am 17. August verschied im Alter von 58 Jahren unser treues Vereinsmitglied, Herr Leonhard Sachs. Als würdiger Sohn des unvergeßlichen Dr. Michael Sachs har sich der Verstorbene im Dienste der jüdischen Gemeinde vielfach bewährt; viele Jahre durch hat er dem Reprasentantenkollegium angehört und sowohl innerhalb dieser Körperschaft als auch in zahlreichen Kommissionen für das Wohl der Gemeinde mit einem Eifer und mit einer Hingebung gearbeitet, die seinen Verlust zu einem tief beklagenswerthen machen. Das Leichenbegängniß. fand am 20. August unter zahlreicher Betheiligung weiter Kreise vom Trauerhause aus statt. An der Bahre bcZ Entschlafenen widmete zunächst Herr Immanuel Sachs dem vorstorbenen Bruder herzliche Worte des Abschieds. Die Trauerrede hielt Herr Rabbiner Dr. Weiße. — Am Tage vorher wurde