Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 9 (September 1901)
- Article
- Die Derwaldschen Ansichtspostkarten
- Date
- 1901-09-01
- Page
- 457 (sequence 1)
- Language
- German
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T-ß* o" »v ^^LsxsstLarLm. f''^*cfanstfi<§ 'hat der Cerrtral-Verei» gegen den Buchhändler %~4 ©• A. DewaLL wegen Vergehens gegen das Preßgeseh ' und Beschimpfung der jüdischen Religionsgesellschaft Strafantrag gestellt. Die bereits zwei Mal vertagte Verhandlung gelangte am 17. September vor der Zweiten Straffammer des Berliner Landgerichts I. Zur Entscheidung. Der Angeklagte ist wegen Vergehens gegen das Vreßgesetz mit BO Maxi, wegen Beleidigung mit 3 Monaten Sefängrüß vorbestraft. Den Vorsitz in der Verhandlung führt LandgerichtLdireltor Keller. Die Anklage' wird vom Staatsanwalt Kanzow vertreten; hk Vertheidigung führt Rechtsanwalt Jüngst/als Sachoer ständige sind Professor Or. Strack und Rabbiner Dr. Weiße geladen, Julrimiullrt sind Zwei AnsichtZposikartLN, welche den Namen des AugAAglln als Drucker tragen und von demselben vertrieben worden sind. Die eins enthält die Worts: .Gedenket de§ 11. Mürz 1ÜC01 An diesem Tage siel der llchmnasi. st Winter in Äsnitz dem Schäch/ueffer Zum Opfer." Dargestellt ist auf der Postkarte folgendes Bild: In einem Keller besinnen sich zehn Personen, von denen Ernst Winter, dessen Hände festgeLunAn sind, hingenrordet wird. Der in der Mitte stehende Mann hat ihm einen .SchachtschuitL" bcigebrachst und das Blut fließt in Strömen in einen Clzizx. Noch Ansicht Ar bullege liegt eine Veschimpstmg darin, dasdie einen Bill hex js Aschen Religionsabnug LllbeuA Schichtung hier in Verbindung mit einem lllord gebracht wird. 6Zesolg.e. .^ird Aes auch aus Len: lAchllmbo, deß . A ::: stk Ar verst-.: .el.en Personen Ar vom jäAschen Rellgione..chch. --r Erst/stnn. bssenllbAr rAchAstr l.Ae ftstgchetztmc ll.AA^..st anspricht, ferner daraus, daß einzelne Figuren nüc bA e..eeu e Haupte, eine mit LAbetriemerr dargestellt ist, die um dll Finger der linken Hand geschlungen sind. Der Angeklagte erklärt, daß ihm jede Beschimpfung fern gelegen habe; er sei Rasse- Antisemit und kümmere sich nicht um die Religion. Die Karte stelle nichts weiter dar, als was seit Jahren in Büchern und Broschüren unbeanstandet behauptet worden sei; nicht er beschimpfe die jüdische Religion, sondern dies Lhäten die Juden, welche den Mord Zu einer