Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 8 (August 1901)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1901-08-01
- Page
- 431 (sequence 6)
- Language
- German
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LlreinÜnüchrLchtc»;. - Miaae die hier mit Schärfe hervorgetretenen Gegensätzeer beharre hei dem Wunsche, diese auszugleichen und alle, die sich als deutsche Juden fühlen und bekennen, zusammenzufüssen. Die künftigen Erfolge seien wesentlich von Eintracht und gegenseitiger Duldsamkeit abhängig. „Wenn wir' bei jeder Gelegenheit uns über den Mangel an Toleranz beklagen, muffen wir uns gewöhnen, einander auch selbst Toleranz jederzeit Zu beweisen." Dazu sei der Central-Verein die beste Schule, denn hier kenne man nur solche Gegner, die Feinde der Juden und des Judenthunis sind. Hierauf wurde die Versammlung gegen vier Uhr nachmittags geschloffen. Die Arbeit des Ceutral-Verems hat während der Sommerferien nicht geruht. Als ein Beispiel dafür, wie der Verein stets auf der Wacht ist, sei Folgendes mitgetheilt: In einer Stadt LeF Aheinlandcö fand kürzlich in Anwesenheit eines Zahlreichen Publikums eine Gerichtsverhandlung statt, in welcher ein Zum Termin geladener Nichtjude in etwas lautem Tone sprach. Dies rügte der Assessor, welcher den Vorsitz führte, mit den Worten: „Sie haben sich hier anständig zu benehmen! Oder glauben Sie vielleicht, Sie befinden sich in einer Judenschule? Wir sind hier nicht in einer Judenschule!" Wir haben uns an die Vorgesetzte Behörde dieses Assessors mit der Litte gewandt, denselben darüber aufzuklaren, daß iw amtlichen Sprachgebrauchs Worte besser unterbleiben, welche geeignet sind, berechtigte Gefühle einzelner GerichtLeiugeseffenen, insbesondere in Bezug auf ihre Religion zu verletzen. Darauf ertheilte uns der Herr Präsident des betreffenden Kgl. Landgerichts am 46. Juli den Bescheids „Latz das Erforderliche zur künftigen Vermeidung des BusdmLs „Judenschnle" veranlaßt worden sei."