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Im deutschen Reich · 1901-03-01 · Heft 3 (März 1901) · p. 165

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
7 (1901)
Issue
Heft 3 (März 1901)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1901-03-01
Page
165 (sequence 11)
Language
German
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IRI
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Umschau. 165 Theit den Pariser Armen zugute kommen werden. Heute schimpft nun natürlich die „Libre parole“ gewaltig, diesmal weniger auf die Rothschilds als auf die Richter, die es gewagt haben, dem ungetansten Juden Rothschild gegen den getauften Juden Drumont Recht zu geben. In ein paar Tagen wird sie auch das laffen, und die jüngsten 25 000 Fr. Strafgelder werden unter allen Umstanden das Gute bringen, daß sie den Zeitungston hier weiter verbessern helfen." Ueber erbauliche Vorgänge in der rumänischen Antisemiten- Liga berichtet das Organ der Jassyer Antisemiten „Ecoul Moldowei", daß der Bureauchef im rumänischen Unterrichtsministerium N. S. Dumitrescu in gleichzeitiger Eigenschaft als Präsident. Kassierer und Sekretär des geheimen Bukarester Antisemitenvereins 150 000 Francs einkassiert habe, von denen er für sich 1000 Francs monatlich als Redakreur der „Apararea Nationala", 800 Francs als Gehalt für seinen Bruder als Administrator der Druckerei und noch verschiedene andere Gehälter für eine Anzahl seiner Verwandten ausgesetzt habe. Das antisemitische Blatt berichtet ferner, daß aus den Monatsbeiträgen der Mitglieder, sowie aus dem Jahresabonnement der „Apararea Nationala" im Laufe von drei Jahren etwa 250 000 Francs einkassiert worden seien, und schließt mit den Worten, daß die Bukarester Liga eine Geschäftsclique darstelle, welche den Antisemitismus ausbeute, um sich fette Monatsgehälter zu verschaffen, ohne irgend etwas zu leisten. Aehnliche Tinge sollen auch in Ländern Vorkommen, die nicht in der fernen Walachei liegen. A. L. LH gtomfctf&jettfctt. □ Berlin, 20. März. Zur antisemitischen Agitation ist der Todestag des Gymnasiasten Winter am 11. März in Berlin und Könitz ausgebeutet worden. In der Berliner Versammlung 'war, wie die „Staarsbürger-Ztg." klagt, „der Besuch leider nicht so groß, wie man es gewünscht hätte". In der antisemitischen Versammlung in Könitz, bei der der Versammlungsraum mit Trauerflor ausgesLlagen war, hielt der Verleger der „Staatsbürger-Ztg.", Bruhn, eine Rede. Die Sammlungen für das „Winter-Denkmal" haben bis jetzt 400 M. ergeben, doch soll, wie die „Ostd. Tageszeitung" erfahren haben will, der Kassierer des Komitees, Tischlermeister Wiwjorra. unlängst der Frau Masloff aus

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