Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1901)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1901-02-01
- Page
- 103 (sequence 4)
- Language
- German
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Bereinsnachrichten. 103 Kampfe herangereist zu Männern. Der faule Frieden liegt hinter uns; er hat uns wenig Gutes gebracht." Eine solche Rauflust der Judengegner strengster Observanz kann uns so wenig schrecken wie die konservativ-agrarisch-antisemitische 'Strömung, welche unsere verfassungsmäßigen Rechte hinwegzuspülen 'droht. Der moderne Kulturstaat erträgt sicher Dinge nicht, die im Widerspruch mit dem allgemeinen Rechtsgefühl stehen, welches sich durch keine gewaltsamen Auslegungen beirren laßt. Gegen diese protestieren wir laut und vernehmlich, indem wir an den wahren Geistesadel des deutschen Volks appellieren. Unwürdiges stumm : ertragen, ist erbärmlich; wo es eine Pflicht zu reden, ist es Sünde, schweigend zu dulden. Wenn die Pfeile unserer zahlreichen Gegner die Sonne verdunkeln, werden w'ir im Schatten kävrpfen; ist es auch Nacht, so leuchtet unser Recht! Am 28. Februar findet die ordentliche Mitglieder-Dersammlung des Central-Vereins statt; bei dieser mag in kurzen entschloffenen Worten zum Ausdruck gebracht werden, was uns bedrückt, ohne Haß und Groll, aber mit jener Würde charaktervoller Männer, die sich bewußt sind, daß sie nicht mehr und nicht weniger verlangen, als was recht 'und billig ist. Wenn die deutschen Juden sich in Roth und Drang organisieren, festgeschaart zur Abwehr, nicht zum Angriff, bilden sie eine Phalanx der Wahrheit und des Rechts. In diesem Streite handelt es sich nicht nur um die künftige Stellung der Juden in Deutschland, sondern auch um die Stellung Deutschlands in der Reihe der Kulturvölker. Für diese stehen wir ein unter dem Banner der Glaubens- und Gewiffensfreiheit und der Rechtsgleichheit als treue Juden und echte deutsche Männer! A. L. Briefkasten der Redaktion. Apotheker N. N. Berlin. Die „Pharmazeutische Zeitung" veröffentlichte am 9. Februar folgende Zuschrift: „Zur Personalfrage". Zur Charakterisierung gestatte ich mir Ihnen nachstehenden Briefwechsel zuzusenden, den ich Sie bitte, unter meiner Verantwortung mit Namensbezeichnung der \n Bettacht kommenden Herren und meiner selbst im Sprechsaal zu veröffentlichen: Auf meine Annonce meldete sich auch ein Herr Sch . . . Lh Ms Bronrb^rg, fz. Zt. Bremen, Reichsapotheke. Ich sandte ihm meine Bedingungen und erhielt folgende Antwort: