Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 7 (1901)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1901)
- Article
- Mittheilungen der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler zur Frankfurt a. Main [Rezension]
- Date
- 1901-01-01
- Page
- 56 (sequence 3)
- Language
- German
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56 Im deutschen Reich. wird sich voraussichtlich noch vorstndeu. Wir können daher dem Verein den besten Erfolg wünschen. Beitrittserklärungen nimmt der Schatzmeister Herr Georg Speier, Frankfurt am Main, Neue Mainzer« ftraße 23, entgegen. Der Jahresbeitrag beträgt 10 Mk., der einmalige Beitrag 100 Mk. Ihre Zwecke hat die Gesellschaft in ihrer Satzung, wie folgt, festgesetzt: 1. Gegenstände' und Abbildungen von jüdischen Kultus- und Kuustgegeuständeu für Synagogen und Haus, Abbildungen von Synagogen, insbesondere auö alter Zeit, und vornehmlich solchen, welche sich durch Schönheit der Form und technische Vollendung auszeichnen, zu sammeln; 2. das gesummte Material in geeigneter Weise dem wissenschaftlichen Studium, den Künstlern und dem Publikum zugänglich zu machen; für die Erhaltung alter jüdischer Kunstdenkmäler zu wirken; 4. künstlerische Bestrebungen zur Herstellung jüdischer Kultus- und Kunstgegenstände zu fördern. Berlin.!)r. Georg Minden. 1>r. Ludwig Cron: Glaubeus-Bekenntniß und H öheres Studium. Aus den Akten der Universitäten Heidelberg und Freiburg und der Technischen Hochschule Karlsruhe 1869—1893. (Heidelberg. Alfred Wolff's Buchhandlung). 1900. 112 Seiten. Mit dem Streue um die Stellung der Konfessionen zu den geistigen Fortschritten will bei Verfasser nichts zu thun haben. Er will nur Thatsachen wiedergeben und eine Darstellung ihrer Zusammenhänge versuchen. Obwohl er hält, was er verspricht und obwohl es sich in der Schrift hauptsächlich um das Verhältnis; der Katholiken zu den Evangelischen handelt, behauptet die Kreuz-Zeitung (Nr. 483), es sei nachgewicscn, „das; die Juden die SiegeSpalme erringen." Die Kreuz-Zeitung muß wohl annehmen, daß keiner ihrer Leser sich die Mühe machen wird, die Schrift nachzulesen, denn sonst hätte sie nicht gut behaupten können, es sei in derselben auch bewiesen, „daß die'Evangelischen sich den Juden gegenüber wirtschaftlich inferior zeigen und deßhalb weniger Studenten stellen als diese." Wir haben an keiner einzigen Stelle auch nur eine Spur einer solchen Behauptung finden können. Daß die Juden verhältnißmäßig mehr Studenten stellen als die Christen, hat, wie Verfasser ausdrücklich hervorhebt, einen ganz anderen Grund. Wir kommen später daraus zurück. Da uns nun daö Verhältniß der beiden christlichem Konfessionen zu einander weniger interessirt, fassen ^wir die Zahlen derselben zu-